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Sommerkampagne 2: wenn das Wetter nicht richtig mitspielt

Wollgras und die Forschungsstation. Foto: K. Kohnert
Wollgras und die Forschungsstation. Foto: K. Kohnert

Eigentlich sollte hier jetzt ein Bericht über den ersten Helipodflug stehen, aber in Sibirien läuft vieles oft anders als geplant. Letzte Woche konnten wir wegen niedrigen Wolken und zeitweise wegen Regen nicht fliegen. Normalerweise würde man sagen: „passend zum Wochenende“ wurde das Wetter dann ab Samstag super. Da am Wochenende aber keine Flüge stattfinden können, war das eher unpassend. Umso mehr hatten wir uns darüber gefreut, dass die guten Flugbedingungen bis Montag anhalten sollten. Wir und Helipod waren flugbereit, als der Flug gestern erst verschoben und letztendlich abgesagt wurde. Heute regnet es und das würde die Messungen unbrauchbar machen. Noch üben wir uns aber in Geduld und hoffen, dass wir in den verbleibenden potentiellen vier Flugtagen unsere Flüge durchführen können.

Die ersten Bäume nach zwei Wochen auf Samoylov: Lärchen auf Tit-Ari. Foto: K. Kohnert.

Am Sonntag hatten wir – wie gesagt bei schönstem Sonnenschein – die Gelegenheit mit nach Tit-Ary, einer Insel in der Lena südlich des Deltas, zu fahren, wo eine russische Kollegin Wasserproben nehmen wollte. Auf Tit-Ary gibt es heutzutage eine kleine Fischersiedlung mit 20 Dauerbewohnern. Schon die Bootsfahrt dorthin war spannend, weil es an Inseln mit Steilküsten vorbei ging, und vor allem, weil wir die Baumgrenze passiert haben. Richtung Süden wurden die Bäume dann natürlich immer mehr und auf Tit-Ari selber konnten wir sogar durch einen lichten Lärchenwald mit unzähligen Moltebeeren, Pilzen und Mücken wandern.

Für die nächsten Tage planen wir nach wie vor drei Helipodflüge und vermutlich am Wochenende werden wir die Floßstation auf Kurungnakh abbauen, weil kommende Woche das Floß und die Instrumente zusammen mit anderen Dingen mit dem Hubschrauber abgeholt werden.

Zuversichtliche Grüße aus dem Lenadelta!

Das neuste Haus auf Tit-Ari: es ist noch nicht ganz fertig, aber einen Ofen gibt es schon und der Besitzer hofft auf Touristen. Foto: K. Kohnert.
Auf dem Rückweg von Tit-Ari. Foto: K. Kohnert.

 

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