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Von niedrigen Wolken…

Sascha überquert erfolgreich das dünnere Eis am Rand des Sees. Foto: K. Kohnert

Gulnara nimmt eine Wasserprobe für ihre Analysen von Zooplankton. Foto: K. Kohnert
Gulnara nimmt eine Wasserprobe für ihre Analysen von Zooplankton. Foto: K. Kohnert

Im Lenadelta ist ja alles anders als in Deutschland und manche Dinge sind auch schwer einzuschätzen. Seit Montag letzter Woche stand für uns, die Helipod-Crew, jeden Morgen ein Blick aus verschiedenen Fenstern auf dem Tagesplan mit den Fragen im Hinterkopf: sieht man die Berge im Osten hinter denen sich Tiksi versteckt? Auch deren Gipfel, oder kann man nur erahnen, dass da irgendwas Höheres als der Fluss ist? Letzte Woche und auch heute Morgen war die Antwort auf die letzte Frage immer „nein“ und das ist gleichbedeutend damit, dass kein Flugwetter ist. Damit der Hubschrauber fliegen kann, brauchen die Piloten ausreichend Sicht – und das sowohl in Tiksi als auch im Delta. Außerdem darf es keinen Niederschlag geben, damit unsere Messgeräte nicht nass werden (obwohl der Helipod selber ein Bad vertragen könnte, bei dem ganzen Staub, der sich ständig außen an ihm ansammelt). Jetzt hoffen wir auf nächste Woche und hoffen, dass die Wettervorhersage einigermaßen stimmt und der Wind sich dreht. Dieser Nordwind momentan bringt nämlich die unerwünschten Wolken.

Die wetterunabhängige Feldarbeit der anderen ist währenddessen in vollem Gange und wir haben letzte Woche unsere Datenarbeit für ein paar Stunden unterbrochen, um unsere russischen Kollegen Gulnara und Sascha bei ihrer Wasserprobenahme zu begleiten und dabei auch den Aggregatzustand des Wassers am Rand der Seen zu prüfen. Fazit: was aussieht wie festes Eis oder Schnee, tut meistens nur so. Während einige von uns noch an einzelnen Stellen über das Eis laufen konnten, mussten wir entweder das Eis zerbrechen und durch das flache Wasser waten oder mit Hilfe von Brettern und einem ausgefeilten Vorwärtsrutschen in die noch gefrorene Mitte der Seen zu gelangen.

Das Naturschauspiel der vergangenen Tage war: die Ankunft der Eismassen und der Flut! Aber das verdient einen eigenen Eintrag (das Internet war in den letzten Tagen ziemlich instabil, deswegen jetzt mehrere Artikel auf einmal).

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