Wird die Welt zum Spiel?

Stand: Blizzard, Halle 7

Sie sind überall. In der Bahn vertreibt sich gefühlt jeder zweite die Zeit mit ihnen. Im Feuilleton großer deutscher Zeitungen werden sie besprochen wie Filme oder Bücher. Im Fernsehen werden sie beworben. Und selbst auf Familienfeiern sind sie zum Gesprächsthema geworden: die Computerspiele.

„Wird die Welt zum Spiel?“, so fragen wir in unserer nächsten Wissensshow in Kooperation mit dem Cologne Game Lab am Donnerstag, den 16. Oktober, 19 Uhr, Raum 137, „Lecture Hall“ der Fachhochschule Köln, Ubierring 40. Wir haben zwei Experten eingeladen, die sich mit Computerspielen auf ganz unterschiedliche Art und Weise beschäftigen.

Neben der Vielzahl von neuen ästhetischen Ansätzen begründet Björn Bartholdy, Professor für Audiovisual Design am Cologne Game Lab der Fachhochschule Köln die hohe Anziehungskraft von digitalen Spielen vor allem mit der aktiven Rolle der Nutzer. Im Vergleich zu anderen Medien, so Bartholdy, böten Games die Möglichkeit zur Erkundung, und forderten Entscheidungen, die schließlich unmittelbaren Einfluss auf den Spielverlauf nehmen könnten. Einen Vortrag von Björn Bartholdy über die Geschichte der Computerspiele (mit Designeraugen betrachtet) gibt es hier zu sehen.

Jeffrey Wimmer ist Juniorprofessor für sozialwissenschaftliche Aspekte digitaler Spiele und virtuellen Welten. An der Technischen Universität Ilmenau erforscht er die Nutzung von Computerspielen und ihre sozialen Folgen. Computerspiele, so sagt er, seien Teil des Megatrends der zunehmenden Digitalisierung und Mediatisierung unserer Welt. Wie bei der Nutzung anderer Medien komme es auch beim Spielen auf die Inhalte und die Kontexte der Nutzung an. In Vorbereitung auf unsere Veranstaltung sprach ich mit ihm über Vorurteile, neue Trends und darüber, was Computerspiele Gutes tun können. Zum Interview mit Jeffrey Wimmer geht es hier.

Weiteren Input wird es wie in jeder Veranstaltung durch die Film-Einspieler geben. Es werden Ausschnitte aus Interviews mit dem Medienwissenschaftler Gundolf S. Freyermuth, der Gamedesignerin Linda Breitlauch, dem Soziologen Dirk Helbing, dem Gamer Matthias Vogt, dem Hirnforscher Ad Aertsen und dem Medienethiker Klaus Wiegerling gezeigt.

Sind Games das neue Leitmedium? Können Games die Welt besser erklären als Literatur oder Philosophie? Und wie wirken Computerspiele auf die Spieler selbst? Es verspricht eine spannende Veranstaltung zu werden!

 

Foto: Impression von der gamescom 2014, Blizzard, Halle 7, © Koelnmesse GmbH

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