MSE-Day 2024: Inspiration und Fortschritt in der Materialforschung

Prof. Dr. Bert Meijer (Technische Universität Eindhoven), Vorsitzender des Scientific Advisory Boards (SAB) von Helmholtz Information, während seines Grußworts zum Auftakt des MSE-Day 2024. Foto: Michael Harms (KIT)

Am 5. November 2024 versammelten sich rund 170 Teilnehmer:innen – sowohl vor Ort als auch online – zum vierten MSE-Day am Forschungszentrum Jülich, um aktuelle Entwicklungen und Fortschritte im Helmholtz-Programm ‚Materials Systems Engineering‘ (MSE) zu diskutieren. Die facettenreiche Agenda mit Vorträgen, Postersessions und intensiven Diskussionen bot spannende Einblicke in die interdisziplinären Forschungsansätze und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Programms.

Das Helmholtz-Programm „Materials Systems Engineering“ (MSE), getragen vom KIT, Hereon und FZJ, verbindet informationsbasierte Synthese-, und Charakterisierungsmethoden mit interdisziplinärem Forschergeist, um neue Materialien und Materialsysteme zu entwickeln, die neue Innovationen und nachhaltige Lösungen ermöglichen.

Der MSE-Day hat sich als zentrale Plattform etabliert, um aktuelle Forschungsergebnisse zu präsentieren und den Austausch sowie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler:innen aller Altersgruppen und Disziplinen zu fördern. Das Forschungszentrum Jülich übernahm in diesem Jahr die Gastgeberrolle und schuf mit dem hybriden Format einen idealen Rahmen für den lebendigen Austausch und die Präsentation gemeinsamer Forschungserfolge. Nach der Eröffnung des MSE-Day durch Prof. Dr. Joachim Mayer (FZJ), Prof. Dr. Regine Willumeit-Römer (Hereon) und Prof. Dr. Stefanie Dehnen (KIT und Sprecherin des Programms MSE) stimmte der Vorsitzende des Scientific Advisory Boards (SAB) von Helmholtz Information, Prof. Dr. Bert Meijer (Technische Universität Eindhoven), der erstmals an der Veranstaltung teilnahm, die Anwesenden auf das Programm ein.

Einblicke in die Vielfalt der Materialforschung

Mit einem abwechslungsreichen Programm unterstrich der MSE-Day 2024 die Vielseitigkeit und Tiefe des Helmholtz-Programms „Materials Systems Engineering“. Die Veranstaltung bot Raum für die Präsentation zentraler Schwerpunkte und aktueller Fortschritte des Programms, die nicht nur technologische Innovationen, sondern auch strategische Entwicklungen sichtbar machten.

Ein wesentlicher Fokus lag auf der engen Verzahnung von Theorie und Anwendung. Von informationsgestützten Materialdesigns über simulationsbasierte Ansätze bis hin zu KI-getriebener Forschung zeigten die insgesamt 14 Vorträge, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit zu bahnbrechenden Lösungen führt. Besonders hervorzuheben ist der gezielte Einsatz datengetriebener Methoden wie maschinelles Lernen zur Optimierung komplexer Materialeigenschaften. Diese Technologien demonstrieren die transformative Kraft moderner Datenmethoden, die nicht nur wissenschaftliche Fortschritte beschleunigen, sondern auch gesellschaftliche Herausforderungen adressieren.

Einblicke in die Postersession beim MSE-Day 2024, bei der Nachwuchswissenschaftler:innen
ihre Forschungsprojekte präsentierten. Foto: Mark-Robert Kalus (FZJ)

Die Förderung junger Talente spielte ebenfalls eine zentrale Rolle. Nachwuchswissenschaftler:innen präsentierten ihre Arbeiten, die frische Perspektiven und kreative Lösungsansätze in die Diskussion einbrachten. Ihre Beiträge unterstrichen die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses für die Zukunft des Programms. Dies spiegelte sich auch in der Postersession wider, die mit rund 60 Beiträgen eine lebendige Plattform für den Austausch zwischen erfahrenen Forschenden und Nachwuchstalenten bot. Die präsentierten Projekte reichten von grundlegenden Fragestellungen bis hin zu praxisnahen Entwicklungen und inspirierten zu neuen Ideen und Kooperationen.

Blick nach vorn: Synergien stärken und neue Wege gestalten

Der MSE-Day 2024 verdeutlichte eindrucksvoll, wie das Helmholtz-Programm „Materials Systems Engineering“ als Knotenpunkt für interdisziplinäre und informationsbasierte Materialforschung in Helmholtz Information fungiert. Die Veranstaltung bot nicht nur einen Rückblick auf erreichte Meilensteine, sondern auch einen klaren Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.

In ihren abschließenden Worten hob Prof. Dr. Stefanie Dehnen vom KIT, Programmsprecherin von MSE, die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Der MSE-Day hat erneut gezeigt, wie wichtig der gemeinsame Austausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Innovationskraft und den langfristigen Erfolg unseres Programms sind. Mit Blick auf die kommende Programmorientierte Förderperiode (PoF-V) wird es entscheidend sein, diese Synergien weiter zu stärken und gezielt für die Weiterentwicklung des Programms und des Forschungsbereichs zu nutzen.“

Prof. Dr. Joachim Mayer vom FZJ, Gastgeber des MSE-Day 2024, betonte: „Der persönliche Austausch ist von unschätzbarem Wert für die Weiterentwicklung unseres Programms. Der MSE-Day hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich in solchen Formaten zusammenzufinden, um gemeinsam über wissenschaftliche und strategische Themen zu diskutieren.“

Weiterführende Informationen:

Für weitere Einblicke in die präsentierten Themen besuchen Sie bitte die offizielle Webseite des MSE-Days, auf der Sie die Vorträge und die Posterpräsentationen finden können.

Verortung in Helmholtz Information:

Helmholtz Information, Programm 3: Materials Systems Engineering

MSE Topics

Topic 1: Functionality by Information-Guided Design: From Molecular Concepts to Materials
Topic 2: Optics & Photonics: Materials, Devices, and Systems
Topic 3: Adaptive and Bioinstructive Materials Systems
Topic 4: Scale-Bridging Designed Materials: From Fundamentals to Systems
Topic 5: Materials Information Discovery

Kontakt:

Prof. Dr. Stefanie Dehnen
Sprecherin des Programms „Materials Systems Engineering“
Institute of Nanotechnology
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Tel.: +49 721-608-28940
E-Mail:  stefanie.dehnen@kit.edu

Prof. Dr. Joachim Mayer
Ernst Ruska-Centrum (ER-C) für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen
Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (ER-C-2)
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 2461/61-6070
E-Mail: j.mayer@fz-juelich.de

Kontakt für diese Presseinformation:

Dr. Mark-Robert Kalus
Koordination Helmholtz Information
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 2461/61-85759
E-Mail: m.kalus@fz-juelich.de

Über Helmholtz Informationen:

Der Forschungsbereich „Helmholtz Information“ ist einer der sechs Forschungsbereiche der Helmholtz-Gemeinschaft und dient als deren digitales Innovationszentrum. Hier verschmelzen fortschrittliche und zukünftige Computerarchitekturen mit Erkenntnissen aus der Materialforschung, Datenwissenschaften und den Lebenswissenschaften. Inspiriert von der Natur, gestützt auf die Hirnforschung und bereichert durch moderne Ansätze der Künstlichen Intelligenz, gestalten Expert:innen vom Forschungszentrum Jülich, Karlsruher Institut für Technologie, Hereon und dem Helmholtz-Zentrum Berlin die digitale Zukunft in Wissenschaft, Wirtschaft und Alltag.

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