KIT und Intel entwickeln Mikrochip für forschungsorientierte Lehre
Studierende und Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) aus Helmholtz Information haben in Kooperation mit dem US-Chiphersteller Intel einen innovativen Mikrochip namens „Callisto“ entwickelt. Dieser Chip, der eine Fläche von vier Quadratmillimetern umfasst und modernste Transistortechnologie nutzt, entstand im Rahmen des Intel University Shuttle Program und dient sowohl der Forschung als auch der Lehre. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie praxisorientierte Ausbildung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Industrie aussehen kann. (Quelle: Karlsruher Institut für Technologie – Pressemitteilungen)
Die Projektbeteiligten sind besonders stolz auf die Vielfalt der integrierten Technologien, die im „Callisto“-Chip umgesetzt wurden. „Unser Mikrochip enthält eine Reihe von Teststrukturen und Schaltungen, die in mehreren Forschungsprojekten entwickelt wurden“, sagt Professorin Jasmin Aghassi-Hagmann vom Institut für Nanotechnologie des KIT, deren Forschungsgruppe die Aktivitäten zur Entwicklung des Chips leitete. „Darunter zum Beispiel Schaltungen zur Steuerung zeitkritischer Prozesse, Dioden für Teilchendetektoren, integrierte Rauschunterdrückung und vieles mehr.“
Ihr Kollege Professor Ivan Peric vom Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik am KIT, dessen Arbeitsgruppe ebenfalls an der Chipentwicklung beteiligt war, ergänzt: „Die verwendeten Finfet-Transistoren sind auf Platz- und Energieeffizienz optimiert. Ich freue mich, dass unsere Studierenden die Möglichkeit hatten, Schaltungen auf Basis dieser neuartigen Bauelemente zu entwerfen.“ Die Erkenntnisse aus dem Projekt fließen direkt in den aktuellen Lehrplan des Masterstudiengangs Elektrotechnik und Informationstechnik am KIT ein.
Begleitet wurden die Studierenden während des gesamten Projekts von Dr. Peter Baumgartner, leitender Ingenieur bei Intel, der ihnen half, das Tape-out rechtzeitig abzuschließen. Bryan Casper, Koordinator des Programms bei Intel, zeigte sich besonders beeindruckt von dem Engagement der Studierenden in dem gemeinsamen Projekt: „Für uns war es eine Bestätigung, dass wir schon während des Studiums mit der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte beginnen können und sollten.“
„Callisto“ wird von Intel in den USA produziert und soll noch in diesem Jahr in Karlsruhe eintreffen. Das Team freut sich bereits auf die elektrische Verifikation und Charakterisierung.
KIT/M. Heidelberger, 24.07.2024
Die komplette Pressemitteilung finden Sie unter:
KIT und Intel entwickeln Mikrochip für forschungsorientierte Lehre
Verortung in Helmholtz Information:
Helmholtz Information, Programm 3: Materials Systems Engineering, Topic 1: Functionality by Information-Guided Design: From Molecular Concepts to Materials
Kontakt:
Prof. Dr. Jasmin Aghassi-Hagmann
Institut für Nanotechnologie (INT)
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Tel.: +49 721-608-28318
E-Mail: jasmin.aghassi@kit.edu
Kontakt für diese Presseinformation:
Dr. Martin Heidelberger
Pressereferent
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Tel.: +49 721-608-41169
E-Mail: martin.heidelberger@kit.edu
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