Neue Horizonte in der Wissenschaft: Die Helmholtz Foundation Model Initiative

Neue Horizonte in der Wissenschaft: Die Helmholtz Foundation Model Initiative

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat die wegweisende Helmholtz Foundation Model Initiative (HFMI) mit einem Budget von 23 Millionen Euro ins Leben gerufen. Diese Initiative unterstützt vier Pilotprojekte, die sich großen wissenschaftlichen Herausforderungen in den Bereichen Medizin, Klimaforschung und Materialwissenschaften stellen. Zwölf Helmholtz-Zentren bündeln ihre Kräfte, um mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz innovative Lösungen zu entwickeln. Forschende aus Helmholtz Information übernehmen dabei eine führende Rolle in zwei dieser Schlüsselprojekte.

SOL-AI: Beschleunigung der Photovoltaik-Entwicklung durch KI

Das Projekt SOL-AI, eine Kooperation zwischen Helmholtz Information und Helmholtz Energy unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Sandfeld vom Forschungszentrum Jülich, soll die Potenziale interdisziplinärer Zusammenarbeit für die Photovoltaik demonstrieren. Durch den Einsatz fortschrittlicher KI-Modelle, die große Datenmengen analysieren und integrieren, soll SOL-AI eine revolutionäre Beschleunigung in der Entwicklung effizienterer Solarzellen erreichen. Diese Technologien soll wichtige Entdeckungen neuer Materialien ermöglichen und Produktionsprozesse verbessern, mit dem Ziel die Kosten zu senken und die Effizienz sowie die Lebensdauer der Solarzellen zu steigern.

Beteiligte Helmholtz-Zentren: Forschungszentrum Jülich (Koordinator), Karlsruher Institut für Technologie, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, Helmholtz-Zentrum Hereon.

HClimRep: Hochpräzise Klimamodelle durch fortschrittliche KI

Unter der Koordination von Prof. Dr. Martin Schultz vom Forschungszentrum Jülich zielt HClimRep darauf ab, die Genauigkeit von Klimamodellen durch den Einsatz fortschrittlicher KI-Technologien zu verbessern. Durch die Integration von Daten aus Atmosphäre, Ozean und Meereis in hochentwickelte Lernalgorithmen soll das Projekt tiefgreifende Prognosen und Analysen zum Klimawandel ermöglichen. Ein umfassendes Deep-Learning-Modell, trainiert auf Europas erstem Exascale-Computer, soll komplexe Simulationen und Modellierungsaufgaben durchführen, die neue Einblicke in klimatische Prozesse bieten.

Beteiligte Helmholtz-Zentren: Forschungszentrum Jülich (Koordinator), Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Karlsruher Institut für Technologie, Helmholtz-Zentrum Hereon.

Zukunftsperspektiven und Open-Source-Engagement

Die Helmholtz Foundation Model Initiative (HFMI) setzt sich nicht nur für den wissenschaftlichen Fortschritt durch interdisziplinäre Forschung ein, sondern revolutioniert auch den Zugang zu Forschungsergebnissen durch deren Veröffentlichung als Open Source. Diese Offenlegungspolitik soll den globalen wissenschaftlichen Dialog fördern und Innovationen beschleunigen. Mit dem Einsatz fortschrittlicher KI-Technologien und durch die intensive Zusammenarbeit über die Grenzen der Forschungsbereiche hinweg brechen die Helmholtz-Zentren traditionelle wissenschaftliche Barrieren und erzielen bedeutende Fortschritte. So leisten sie nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur globalen Wissenschaftsgemeinschaft, sondern definieren auch die Rolle der Künstlichen Intelligenz in der modernen Forschung neu.

Die Original-Pressemitteilung finden Sie unter: 

Helmholtz investiert 23 Millionen Euro in Forschung zu KI-Grundlagenmodellen (Helmholtz-Gemeinschaft)

Neue KI-Grundlagenmodelle für die Wissenschaft (Forschungszentrum Jülich)

Weiterführende Informationen:

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Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Sandfeld
Institute for Advanced Simulation (IAS)
Materials Data Science and Informatics (IAS-9)
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 241/927803-11
E-Mail: s.sandfeld@fz-juelich.de

Prof. Dr. Martin Schultz
Institute for Advanced Simulation (IAS)
Jülich Supercomputing Centre (JSC)
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 2461 61-96870
E-Mail: m.schultz@fz-juelich.de

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