Neues SMART-Lab für die Tumorforschung
Das Forschungszentrum Jülich intensiviert seine Zusammenarbeit mit georgischen Universitäten durch die Gründung eines neuen SMART-Labs für Biomedical Imaging. Unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung fokussiert sich das Projekt auf innovative klinische Diagnostik onkologischer Erkrankungen. Als Teil der Georgian-German Science Bridge (GGSB) bietet es jungen georgischen Forschern attraktive Perspektiven und stärkt die biomedizinische Forschung und Bildung in Georgien. (Quelle: Forschungszentrum Jülich – Pressemitteilungen)

Das Forschungszentrum Jülich arbeitet seit vielen Jahren mit Universitäten in Georgien zusammen und bündelt seine gemeinsamen Aktivitäten seit 2004 in der Georgian-German Science Bridge (GGSB). Ein Baustein der GGSB sind gemeinsame SMART-Labs in Georgien. Mit den Labs wird den in Jülich ausgebildeten jungen georgischen Wissenschaftler:innen eine attraktive Rückkehroption in ihr Heimatland geboten. Nun ist mit dem SMART-Lab für Biomedical Imaging das vierte Lab gegründet worden. Es wird für zwei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 200.000 Euro gefördert.
SMART steht für „Science, Medicine, Applied Research and Technology“. Das neue Biomedical lmaging SMART-Lab wird sich auf Verbesserung der klinischen Diagnostik und Therapie von onkologischen Erkrankungen konzentrieren. Es fokussiert sich auf die Bildgebung von Tumoren mithilfe von Magnetresonanztomografie (MRT) und Positronenemissionstomografie (PET) und der Nutzung neuartiger radioaktiver Arzneimittel. Weitere Themen sind die quantitative Kartierung des Wassergehalts im Gehirn und die Bildrekonstruktion und Frühdiagnose mittels Maschinellen Lernens.
GGSB-PLUS stellt die Forschungsergebnisse, die in den SMART-Labs erzielt wurden, breit zur Verfügung, damit diese für die Verbesserung der Gesundheit einer Gesellschaft im demographischen Wandel genutzt werden können. Dieses Vorgehen könnte als Vorbild genutzt werden, um auch das Gesundheitswesen in anderen Ländern zu verbessern.
Im Rahmen von GGSB-PLUS steht das neue SMART-Lab auch Partnern außerhalb der Georgisch-Deutschen Wissenschaftsbrücke zur Verfügung. Damit wird die Plattform für den Technologie- und Wissenstransfer erweitert und der gegenseitige Austausch von Studierenden und Wissenschaftler:innen unterstützt. Das Biomedical lmaging SMART-Lab hat daher auch die Ausbildung und den Transfer für ein geplantes Bildgebungs- und Radiotherapiezentrum in Georgien zum Ziel. So können im Rahmen von GGSB-PLUS Fachkräfte auf dem Gebiet der biomedizinischen Bildgebung sowie dem Maschinellen Lernen in Georgien ausgebildet und qualifiziert werden, wodurch die internationale Sichtbarkeit und die Qualität im Bereich der Ausbildung und Forschung erhöht werden. Die wissenschaftlichen Beziehungen tragen zu einer Stärkung der georgischen Gesundheits- und Wissenschaftsinfrastruktur bei. Langfristig sollen gemeinsame Projekte auch in Georgien durchgeführt werden können.
FZJ/A. Stettien, 11.10.2023
Die Original-Pressemitteilung finden Sie unter:
Neues SMART-Lab für die Tumorforschung
Verortung im Helmholtz-Forschungsbereich Information:
Helmholtz-Forschungsbereich Information, Programm 2: Natural, Artificial and Cognitive Information Processing, Topic 5: Decoding Brain Organization and Dysfunction
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. N. J. Shah
Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM)
Physik der Medizinischen Bildgebung (INM-4)
Forschungszentrum Jülich
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E-Mail: n.j.shah@fz-juelich.de
Kontakt für diese Presseinformation:
Dipl. Biol. Annette Stettien
Leiterin Externe Kommunikation
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 2461 61-2388
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