Helmholtz-Promotionspreisträger im Forschungsbereich Information

Die Helmholtz-Promotionspreisträger 2022. Von links nach rechts: Jannes Münchmeyer, Peera Simakachorn, Hannes Radinger, Chiara Falcomata, Flavio Baleeiro, Mariel Dirscherl, Lucas Pereira, Otmar D. Wiestler, Richard Gebauer, Chunlei Jiao, Nick Karcher. Copyright: David Marschalsky

Der Helmholtz-Forschungsbereich Information gratuliert Dr. Richard Gebauer und Dr. Iulia Cojocariu zur Auszeichnung mit dem Helmholtz-Promotionspreis. Die beiden Wissenschaftler:innen konnten sich durch ihre herausragenden Arbeiten in den Feldern Quantencomputing und molekularer Magnetismus den Preis im Forschungsbereich Information sichern.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist bekannt für ihre Förderung wissenschaftlicher Exzellenz und vergibt jährlich den Promotionspreis an herausragende Doktoranden. Die Besonderheit dieses Preises liegt in seiner Dualität. Seit 2022 teilt sich der Preis in zwei Kategorien: Track A für Grundlagenforschung und Track B für anwendungsorientierte Forschung. Damit möchte die Helmholtz-Gemeinschaft sicherstellen, dass sowohl reine wissenschaftliche Arbeiten als auch solche mit einem klaren Anwendungsbezug entsprechend gewürdigt werden. Beide Kategorien bieten den Gewinnern ein Preisgeld von 5.000 Euro sowie weitere Unterstützung und Möglichkeiten für ihre Forschung. Im Helmholtz-Forschungsbereich Information wurde der Helmholtz-Promotionspreis in diesem Jahr an die beiden Nachwuchswissenschaftler:innen Dr. Iulia Cojocariu vom Forschungszentrum Jülich und Dr. Richard Gebauer vom Kalsruher Institut für Technologie verliehen.

Dr. Iulia Cojocariu wurde für ihre Arbeit im Bereich der Physik gewürdigt. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Activating molecular magnetism by controlled on-surface coordination“ wurde am Peter-Grünberg-Institut für elektronische Eigenschaften (PGI-6) unter der Leitung von Prof. Claus M. Schneider am Forschungszentrum Jülich angefertigt und an der Universität Duisburg-Essen verteidigt. Für ihre Doktorarbeit erforschte sie an der NanoESCA-Beamline in Triest zweidimensionale Materialien – metallorganische Schichten auf Münzmetall-Unterlagen. Die junge Wissenschaftlerin funktionalisierte diese Grenzflächen selektiv und veränderte so die elektrischen und magnetischen Eigenschaften. Diese „intelligenten“ Materialien könnten in Zukunft als elektrische Bauteile oder Sensoren dienen.  Sie wurde im Rahmen des Tracks A für Grundlagenforschung ausgezeichnet, der besonderen Wert auf herausragende Beiträge zur theoretischen Forschung legt. Mittlerweile arbeitet sie als Postdoc am Elettra Synchrotron und an der Universität Triest.

Dr. Richard Gebauer, aktuell als Strategieberater bei PwC Strategy& beschäftigt, hat während seiner Forschungsphase am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) einen wichtigen Beitrag zum Bereich Quantencomputing geleistet und seine Doktorarbeit zum Thema „A Flexible FPGA-based Control Platform for Superconducting Multi-Qubit Experiments“ am Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik (IPE) unter der Leitung von Prof. Dr. Marc Weber angefertigt. Der Jungwissenschaftler entwickelte in seiner Doktorarbeit eine FPGA-basierte Steuerungsplattform namens „QiController“ für supraleitende Multi-Qubit-Experimente im Bereich des Quantencomputings. Diese Plattform ermöglichte vielseitige physikalische Experimente und stellte einen bedeutenden Schritt in Richtung eines universellen Quantencomputers dar. Er erhielt die Auszeichnung im Rahmen von Track B für anwendungsorientierte Forschung, welcher den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis hervorhebt.

Die Helmholtz-Gemeinschaft betont durch die Verleihung des Promotionspreises ihr Engagement für die Anerkennung von wissenschaftlicher Exzellenz. Dieser Preis würdigt nicht nur die bisherigen Forschungsleistungen, sondern dient auch als Ansporn für die Preisträger, ihre Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.

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Helmholtz-Promotionspreis verliehen

Verortung im Helmholtz-Forschungsbereich Information:

Helmholtz-Forschungsbereich Information, Programm 2: Natural, Artificial, and Cognitive Information Processing, Topic 1: Quantum Materials & Topic 2: Quantum Computing

Kontakt für diese Presseinformation:

Dr. Mark-Robert Kalus
Koordination Forschungsbereich Information
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 2461/61-85759
E-Mail: m.kalus@fz-juelich.de

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