Start von PASQuanS2: Programmierbare Quantensimulatoren der nächsten Generation

PASQuanS2 (Programmable Atomic Large-Scale Quantum Simulation) zielt darauf ab, programmierbare, großmaßstäbliche atomare Quantensimulatoren der nächsten Generation zu entwickeln, die mit bis zu 10.000 Atomen arbeiten und auf dem erfolgreichen europäischen Quanten-Flaggschiff-Projekt PASQuanS aufbauen. Copyright: PASQuanS2

PASQuans2 (Programmable Atomic Large-Scale Quantum Simulation) startet heute seine erste Projektphase. Ziel des ehrgeizigen siebenjährigen Forschungsprojekts ist die Entwicklung leistungsstarker, programmierbarer Quantensimulatoren der nächsten Generation, die mit bis zu 10.000 Atomen arbeiten. PASQuanS2 ist die Fortführung des europäischen Flaggschiff-Projekts PASQuanS und vereint 25 wissenschaftliche und industrielle Partner aus sechs EU-Ländern. Das Forschungszentrum Jülich aus dem Helmholtz-Forschungsbereich Information entwickelt effiziente und maßgeschneiderte Steuersoftware für die Quantensimulatoren. Die Europäische Union fördert das PASQuanS2 über die nächsten dreieinhalb Jahre im Rahmenprogramm Horizon Europe mit 16,6 Millionen Euro. (Quelle: Forschungszentrum Jülich – Pressemitteilungen)

Eines der vielversprechendsten Anwendungsgebiete von Quantentechnologien ist die Simulation von Vielteilchen-Quantensystemen – wie etwa Quantenmaterialien, Moleküle für die Arzneimittelforschung oder Elementarteilchen unter Extrembedingungen. Diese Probleme können mit speziellen Quantencomputern, den so genannten Quantensimulatoren, angegangen werden.

Deren Entwicklung hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht – in Bezug auf Skalierbarkeit, Stabilität und Programmierbarkeit. Bisher ein Spezialinstrument für Physiker zur Beantwortung spezieller wissenschaftlicher Fragen, hat sich die Quantensimulation nun zu einem leistungsstarken Werkzeug weiterentwickelt, das in Zukunft bei der Lösung realer Probleme helfen kann und praktische Anwendungen für die Industrie bietet: beispielsweise zur Entwicklung neuer Materialien, Analyse chemischer Prozesse oder Lösung von Optimierungsproblemen.

Zur Weiterentwicklung von Quantensimulationstechnologien und -anwendungen hat das Forschungsprojekt PASQuanS (2018 – 2022) wesentlich beigetragen. Seine Mission wird nun durch das Nachfolgeprojekt PASQuanS2 fortgesetzt – und erweitert. Unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching werden 25 Partner aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Slowenien und Spanien Hard- und Software weiterentwickeln. Das Jülicher Peter Grünberg Institut für Quantenkontrolle (PGI-8) arbeitet in enger Abstimmung mit den experimentellen Partnern an einer maßgeschneiderten Steuersoftware zur Steigerung der Präzision und Stabilität der Quantensimulatoren. Weiter trägt das PGI-8 zur Entwicklung von neuartigen Quantenalgorithmen für praktische Anwendungen bei. Ziel des gesamten Projekts ist die Demonstration von verifizierten Quantensimulatoren der nächsten Generation – mit bis zu 10.000 einzelnen Quantensystemen in stabiler und für den Endnutzer zugänglicher Form.

Beteiligte Partner am Projekt PASQuanS2.
Copyright: PASQuanS2

FZJ/R. Panknin, 05.04.2023

Die Original-Pressemitteilung finden Sie unter: 

Start von PASQuanS2: Programmierbare Quantensimulatoren der nächsten Generation

Verortung im Helmholtz-Forschungsbereich Information:

Helmholtz-Forschungsbereich Information, Programm 2: Natural, Artificial and Cognitive Information Processing, Topic 2: Quantum Computing

Kontakt:

Prof. Dr. Tommaso Calarco
Direktor des Instituts für Quantum Control (PGI 8)
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 2461 61-9365
E-Mail: t.calarco@fz-juelich.de

Kontakt für diese Presseinformation:

Dr. Regine Panknin
Pressereferentin
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 2461 61-9054
E-Mail: r.panknin@fz-juelich.de

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