Polarstern-Blog

NoSoAT – der afrikanische Blickwinkel

African scientists before embarkation in Bremerhaven on 29 October 2015 (photo: Ngozi Oguguah)

Afrikanische Wissenschaftler kurz vor dem Ablegen am 29.10. in Bremerhaven (Foto: Ngozi Oguguah)

Von Ngozi Oguguah und Edem Mahu |

Je mehr wir uns Kapstadt nähern, umso mehr beginnen wir auch über das schon Erlernte und Erlebte nachzudenken. Sieben der 32 Teilnehmer dieser Ausbildungsfahrt kommen aus Afrika. Um Neues zu lernen und auch unseren Kontinent zu repräsentieren, haben wir von allen Teilnehmern die größten Distanzen gen Norden zurückgelegt, wo die Reise in Bremerhaven begann. Unsere Biographien und Hintergründe mögen recht unterschiedlich sein, doch die Motivation, an dieser Schwimmenden Sommerschule teilzunehmen, war für alle dieselbe. Wir haben unsere individuellen „Komfortzonen“ verlassen, um neue Dinge zu lernen, praktische Erfahrungen zu sammeln, neue Sichtweisen zu bekommen und eng mit Studenten und Wissenschaftlern aus zahlreichen Ländern zusammen zu arbeiten.

Zum Ende unserer Zeit an Bord können wir feststellen, wie viel Wissen und Expertise wir in den vergangenen Wochen dazu gewonnen haben. Die theoretischen Einführungen in die zahlreichen Geräte, in Inkubationsexperimente und Fernerkundung wurden mittlerweile mit Leben gefüllt und haben praktische Anwendung erfahren. Gleichzeitig haben wir viel über uns selbst gelernt, über konstruktive Zusammenarbeit in Gruppen und die Übernahme von Verantwortung. Dieses Wissen nehmen wir mit zurück nach Hause und hoffen, damit auch in unseren Heimatländern in Afrika einen Beitrag zur Meeresforschung leisten zu können.

Edem und Ngozi am Mikroskop auf der Suche nach tropischem Plankton (Foto: Maarten Boersma)

Schlussendlich war es ein Nehmen und Geben, denn auch wir haben allen übrigen Fahrtteilnehmern Einblicke in unsere Herkunftsländer gewährt und unsere unterschiedliche Expertise eingebracht.

Wir freuen uns und sind stolz darauf, nach dieser Ausbildung zu jenen zu gehören, die die Meereswissenschaften in Afrika weiter nach vorne bringen werden.

Im Namen aller afrikanischen Teilnehmer dieser Reise, mit denen wir gemeinsam diesen Blog geschrieben haben:

Ngozi Oguguah & Edem Mahu

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