Sehenswert

230924_titel (Foto: Hinrich Mohr / TECHNOLOG Services)

Welch ein An- und Ausblick: Die „Coriolis“ bei schönem Wetter am Außenliegeplatz der Hitzler Werft sowie der Blick über die Elbe und Teile der Lauenburger Altstadt.

Mehr Sehenswertes gibt es nun auch wieder rund um das Schiff, was die baulichen Fortschritte dokumentiert. Am Heck fehlte noch etwas Wesentliches, nämlich der sog. A-Rahmen.

(Foto: Hinrich Mohr / TECHNOLOG Services)

 

Die aus dem Englischen (A-Frame) hergeleitete Bezeichnung „A-Rahmen“ wird eher genutzt als der Begriff „Heckgalgen“. Der A-Rahmen ist ein bewegliches Hebezeug und wird für das Aussetzen/Einholen ozeanographischer Geräte genutzt. Dies geschieht über 2 Winden, welche jeweils eine Tonne tragen können. Der A-Rahmen wurde nach Hereon Anforderungen auf der Hitzler Werft gefertigt.

(Foto: Hinrich Mohr / TECHNOLOG Services)

Hier wurde der A-Rahmen auf dem Achterdeck der „Coriolis“ installiert:

Beim Verholvorgang zum Außenliegeplatz fällt der gegen das Deck zurückgelegte A-Rahmen sofort durch den farblichen Kontrast zum Schiff ins Auge.

Ebenso eingebracht wurde der Ankerpfahl, der das Schiff im Gewässer gegen Wind, Seegang und Strömung auf Position fixiert. Zunächst wurde der Pfahl mithilfe des Portalkrans über das Schiff gehoben und in die vorgesehene Öffnung abgesenkt. Danach folgte die Einsetzung der Antriebseinheit des Ankerpfahls. Das ist eine hydraulische Winde, welche die Kette hievt, die im Pfahl angeschlagen ist.

Das Anbringen des Schiffsmastes steht ebenfalls bevor. Er wurde entsprechend der Anforderungen in der Hitzler Werft gefertigt.

(Foto: Hinrich Mohr / TECHNOLOG Services)

Allein die Größe lässt schon ein deutliches Gewicht erahnen. Dabei wird der Mast erst noch bestückt mit der notwendigen Ausstattung wie Signalgebern (Nebelhorn, Flaggen, Lichter), Antennen (Radar, GPS, Funkpeiler, Telekommunikation) und meteorologischen Instrumenten (Wetterstation, Windmesser). Das erfordert eine stabile Konstruktion zur Befestigung oberhalb der Brücke.

 

Auch der Innenausbau schreitet voran. Viele Kabel sind mittlerweile unter den Verschalungen in den Räumen versteckt, wie z.B. in den Unterkünften der Crew. Und auf der Brücke ist das markante rote Steuerpult am Fahrstand zu sehen.

 

 

Weitere Beiträge rund um den Neubau des Forschungsschiffs “Coriolis” finden Sie im

Inhaltsverzeichnis des Bau-Tagebuchs LP II

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