Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther zu Besuch am Hereon

260824_titel (Foto: Steffen Niemann / Hereon)

Der Kieler Regierungschef hat sich im Rahmen seiner Sommerreise über die Küsten- und Klimaforschung am Helmholtz-Zentrum Hereon informiert

Screenshot hereon.de

Schleswig-Holstein verändert sich unter den Folgen des Klimawandels immer schneller. Der Meeresspiegel steigt in Nord- und Ostsee. Unverhofft hohe Sturmfluten wie im Jahr 2023 können immer wieder auftreten und große Schäden nach sich ziehen. Was bedeutet das für die Zukunft des Landes? Darüber hat der Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit den Wissenschaftlerinnen Prof. Dr. Corinna Schrum und Prof. Dr. Daniela Jacob am Helmholtz-Zentrum Hereon gesprochen. Mit dabei waren unter anderem der wissenschaftliche Hereon-Geschäftsführer Prof. Dr. Matthias Rehahn, die Landtagsabgeordneten Andrea Tschacher (CDU) und Oliver Brandt (Grüne) sowie Melanie Grimm-Meyer, Stadträtin von Geesthacht.

„Das Thema meiner Sommerreise ist in diesem Jahr der Küstenschutz“, sagte Daniel Günther bei seinem Besuch am Hereon. „Anlass dafür gibt die große Sturmflut an der Ostsee im Oktober letzten Jahres.“ Von den Wissenschaftlerinnen wollte der Ministerpräsident wissen: „Wie können wir uns in Zukunft besser auf solche Ereignisse einstellen? Und welche Schwerpunkte müssen wir dafür in der Politik setzen?“

Prof. Dr. Corinna Schrum, Leiterin des Hereon-Instituts für Küstensysteme – Analyse und Modellierung, betonte, dass Küstenschutz eine dauerhafte Aufgabe sei und es absolute Sicherheit nicht gebe. Das Land verändert sich unter den Folgen des Klimawandels immer schneller. Sturmflut- und Hochwasserrisiken nehmen zu. Außerdem steigt der Meeresspiegel, was durch den Klimawandel erheblich beschleunigt wird. Um sich an die Veränderungen der Küsten und des Meeresspiegels anzupassen, sind gezielte Maßnahmen des Küstenschutzes nötig. Zudem müssen die Entwässerungssysteme im Binnenland angepasst werden, da es durch den Anstieg des Meeresspiegels und zunehmenden Sturmfluten zu Problemen in der Binnenentwässerung kommen kann.

Darüber hinaus stellte Prof. Dr. Daniela Jacob die Arbeit ihrer Hereon-Einrichtung, des Climate Service Center Germany (GERICS), vor. Das GERICS entwickelt praxisorientierte Klimaservices, wie zum Beispiel Klimaausblicke für Landkreise und Bundesländer. Diese Klimaservices helfen Entscheidungsträgern in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Anpassung an den Klimawandel. Eine ihrer Takehome-Messages: Es ist nicht zu spät, den richtigen Umgang mit dem Wandel zu finden, aber ein beschleunigtes Handeln ist notwendig.

Am Ende seines Besuches zog Daniel Günther ein positives Fazit: „Ich bin sehr begeistert von dem, was ich hier gesehen habe.“ Er habe viele neue Erkenntnisse gesammelt, insbesondere darüber, wie sich das Klima in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Herausforderungen dem Land bevorstehen, um sich besser darauf vorzubereiten. „Ich nehme eine Menge daraus mit für meine politische Arbeit“, sagte der Ministerpräsident abschließend. (Quelle: Hereon News)

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