Besichtigung zum Baufortschritt der „Coriolis“
Ruhig und aufgeräumt wirkt die „Coriolis“ auf dem Titelbild. Doch der Eindruck täuscht, wie sich die Besucher der Fachabteilungen bei der Besichtigung am 18.06.2024 selbst überzeugen konnten. Fotos können nicht annähernd wiedergeben, welche Aktivitäten sich in der Werfthalle, auf und in der „Coriolis“ abspielen – begleitet von der zugehörigen ohrenbetäubenden Akustik.
Hat jeder Besucher seinen Helm aufgesetzt? Dann geht es in mehreren kleinen Gruppen durch die Werfthalle und auf das Schiff, um die Arbeiten auf dem beengten Raum nicht noch zusätzlich zu erschweren.
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Zunächst ein Blick auf die Abgasrohre, die nach der Fertigung entsprechend angepasst und danach zur Weiterbearbeitung (Phosphatierung, Verzinkung, Konservierung) vorsortiert werden.
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Von außen fallen an der „Coriolis“ schon zwei Dinge auf: Der klappbare kleine Radarmast oberhalb der Kommandobrücke und die farblich bereits angepassten Fenster im E-Labor und der Messe.
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Auf dem Achterdeck sind die Sockel für den A-Rahmen zu sehen, der in der Werfthalle gefertigt und in den nächsten Wochen montiert wird. Erkennbar sind auch die verlegten Träger, unter denen später der Holzbelag des Decks befestigt wird. Ein Blick in die offene Luke zum Maschinenraum, der für Besucher aktuell nicht begehbar ist. Es geht nur bis zum Vorraum, wo später die Schaltschränke unterbracht sind.
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Vom Achterdeck gelangt man in die Labore. Im Nasslabor ist nun der Estrich ausgehärtet und begehbar, in der hinteren rechten Ecke ist der Hydrographenschacht erkennbar. Im E-Labor herrscht unübersehbar der höhere Anteil an Kabeln. Die den Besucher auch auf dem weiteren Gang begleiten und häufig findet man sich zwischen Dämmmaterial und Unmengen von Kabeln und Rohren wieder. Wenn die Vorstellungskraft nicht ganz ausreicht, greift man auch gerne auf die mobile Unterstützung von Plänen, Skizzen, Fotos usw. zurück.
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In den Unterkünften der Crew wie auch in der Messe sieht es dagegen schon fast wohnlich aus. Die isolierten Wände sind überwiegend verkleidet basierend auf einer Befestigung mit Profilleisten, was ein flexibles Entfernen und Anbringen einzelner Paneele möglich macht. Vorausschauend auf eventuell spätere Anforderungen (z.B. Verlegen zusätzlicher Kabel).
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Auf dem Weg über das Vordeck zum Bugbereich muss man einige offene Schächte umrunden, wie z.B. die Einstiegsluke für die Leinenlast oder den Pumpjet-Raum.
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Beim Umrunden der Messe werfen wir einen Blick in das spätere Brennstoffzellen-Labor.
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Auf dem Oberdeck erkennt man Richtung Achterdeck den runden Flansch, auf dem später der Teleskop-Faltkran verschraubt wird. Auf der rechten Seite sieht man die Arbeiten an den Abgasrohren, z.B. Anpassung der Abgaskrümmer.
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Richtung Vordeck offenbart sich ein Blick durch einen Ausschnitt an der Rückseite der Kommandobrücke.
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Die gewaltigen Fortschritte im Bau von Woche zu Woche lassen sich tatsächlich nur vor Ort erleben. Selbst bewegte Bilder könnten nur einen unzureichenden Eindruck vermitteln. Wenn man zusätzlich bedenkt, dass die meisten Komponenten des Inventars, wie z.B. Möbel für die Labore, die Messe, die Kommandobrücke usw. bereits vor Ort auf der Werft lagern bzw. in der Zulieferung sind, bekommt man eine Vorstellung davon, dass die „Coriolis“ in absehbarer Zeit fertiggestellt werden kann.
Der Besuch auf der Hitzler Werft am 18.06.2024 war ebenfalls verbunden mit der Übertragung der Hereon Projektleitung für die „Coriolis“. Volker Dzaak, Leiter der Abteilung Logistik & Organisation Küstenforschung, wird zum Ende des Monats in den Ruhestand gehen, steht aber weiterhin für das Projekt beratend zur Seite. Dr. Jens Meywerk übernimmt die anspruchsvolle Aufgabe der Projektleitung. Er hat sich bereits seit einiger Zeit intensiv mit dem Schiffsneubau vertraut gemacht.

Weitere Beiträge rund um den Neubau des Forschungsschiffs “Coriolis” finden Sie im






































