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Folgende Beiträge von Wissenschaftlern der Institute Küstenforschung sind im Buch Klimawandel in Deutschland (frei verfügbar als open access) enthalten. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die markierten Autoren der Artikel:
Weisse, R., & Meinke, I. (2024): Mittlerer Meeresspiegelanstieg und Sturmfluten. In: Brasseur, G.P., Jacob, D., Schuck-Zöller, S. (eds): Klimawandel in Deutschland. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg, doi:10.1007/978-3-662-66696-8_9
Zusammenfassung:
In Norddeutschland ist der Anstieg des mittleren Meeresspiegels eine der deutlichsten bereits messbaren Folgen des Klimawandels. An allen untersuchten Pegeln der deutschen Nord- und Ostseeküste lässt sich dieser Anstieg nachvollziehen. So zeigen die Auswertungen der Wasserstandsdaten, dass der mittlere Meeresspiegel an unseren Küsten in den letzten einhundert Jahren (1921–2020) etwa ein bis zwei Millimeter pro Jahr angestiegen ist. Dies entspricht in etwa dem globalen mittleren Meeresspiegelanstieg im selben Zeitraum. Für die letzten Jahrzehnte dokumentiert der Weltklimarat IPCC eine Beschleunigung des globalen mittleren Meeresspiegelanstiegs. An den Pegeln der deutschen Küsten lässt sich bisher keine systematische Beschleunigung nachweisen. Zwar steigt der mittlere Meeresspiegel an einigen Pegeln derzeit schneller als im langjährigen Durchschnitt, jedoch liegen die derzeitigen Anstiegsraten noch im normalen Bereich und sind oft vergleichbar mit vergangenen Zeiträumen, in denen der mittlere Meeresspiegel zum Teil sogar noch schneller stieg. Klimaszenarien deuten darauf hin, dass der globale mittlere Meeresspiegel künftig immer schneller steigen kann, insbesondere bei anhaltend hohem Treibhausgasausstoß. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass der künftige Meeresspiegelanstieg an unseren Küsten sich nur unwesentlich vom globalen Mittel unterscheiden wird und dass je nach zugrundeliegendem Szenario mit Anstiegen im Bereich von 30 bis 110 cm zum Ende des Jahrhunderts zu rechnen ist.
Oschlies, A., Mengis, N., Rehder, G., Schill, E., Thomas, H., Wallmann, K., & Zimmer, M. (2024): Mögliche Beiträge geologischer und mariner Kohlenstoffspeicher zur Dekarbonisierung. In: Brasseur, G.P., Jacob, D., Schuck-Zöller, S. (eds): Klimawandel in Deutschland. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg, doi:10.1007/978-3-662-66696-8_35
Zusammenfassung:
Es werden mögliche Beiträge geologischer und mariner Kohlenstoffspeicher für die Vermeidung von CO2-Emissionen in die Atmosphäre oder für die Entnahme von bereits emittiertem CO2 aus der Atmosphäre vorgestellt. Neben der Einlagerung von CO2 in geologischen Speichern unter Land und unter dem Meeresboden werden eine forcierte CO2-Entnahme aus der Atmosphäre und Abgabe in den Ozean durch Erhöhung der Alkalinität, durch Ozeandüngung und durch das Management vegetationsreicher Küstenökosysteme untersucht. Alle Optionen können sowohl global als auch aus deutscher Perspektive eine Rolle für das Erreichen der Klimaziele spielen. Umweltverträglichkeit, Permanenz der Speicherung sowie infrastrukturelle und rechtliche Voraussetzungen, gesellschaftliche Akzeptanz und wirtschaftliche Realisierbarkeit bedürfen für alle Ansätze weiterer Klärung, bevor hieraus realisierbare Optionen werden können.




