Neuer UNESCO-Lehrstuhl in Hamburg

260324_titel (Foto: Sabine Billerbeck)

Gemeinsame Pressemitteilung:
Deutsche UNESCO-Kommission | Universität Hamburg | Helmholtz-Zentrum Hereon

Universität der Hansestadt forscht mit Beate Ratter zu gesellschaftlicher Klimaforschung und Resilienz 

Die UNESCO hat gemeinsam mit der Universität Hamburg den UNESCO-Lehrstuhl für Gesellschaftliche Klimaforschung und Resilienz unter Leitung von Hereon-Küstenforscherin Prof. Dr. Beate Ratter eingerichtet. Damit tragen in Deutschland nun 17 UNESCO-Lehrstühle zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda bei. Sie stärken durch ihre Arbeit die Kooperation von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und gesellschaftlichen Akteuren in Ländern des Globalen Südens, in Deutschland und in Europa.

„Der Klimawandel bedroht das Zusammenleben auf unserem Planeten“, betont die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Maria Böhmer. „Wir können ihm nicht allein mit technischen Mitteln begegnen, sondern müssen verstehen, dass Klimaschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Ich freue mich, dass sich in Hamburg künftig exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im internationalen Verbund der UNESCO-Lehrstühle diesem Thema widmen. Sie bringen uns den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen einen weiteren Schritt näher.“

Aktiver Klimaschutz baut darauf auf, Nachhaltigkeitsfragen, Anpassungsstrategien und Katastrophenvorsorge miteinander zu verbinden. Wie Menschen und Gemeinschaften den Herausforderungen des Klimawandels begegnen, unterscheidet sich von Region zu Region und ist auch kulturell bedingt. Der neue Lehrstuhl will die unterschiedlichen Wurzeln menschlicher Resilienz besser erforschen und für den Klimaschutz nutzen. Im Fokus der Forschenden stehen vor allem kleine Inseln in der Karibik, dem Indischen Ozean, im Pazifik, in Nordamerika und Europa, die von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen sind.

(Foto: Uni Hamburg/ Gölling)

„Wir müssen vom Wissen ins Handeln kommen. Dieses Handeln möchte ich ganz konkret anstoßen“, sagt Prof. Dr. Beate Ratter, Geografin und Inhaberin des neuen Hamburger UNESCO-Lehrstuhls für Gesellschaftliche Klimaforschung und Resilienz. „Mein Fokus liegt dabei auf kleinen Inseln. Ausgehend von den Bedürfnissen und Problemen der lokalen Bevölkerung werde ich das Erleben der eigenen Handlungsfähigkeit fördern. Dadurch können sich langfristige Strukturen entwickeln, um selbstbestimmt und nachhaltig auf die Herausforderungen durch den Klimawandel zu reagieren“, so Ratter weiter. „Die UNESCO ist eine faszinierende Friedensorganisation, die Wissen, Gerechtigkeit, Erziehung, Kultur, Empowerment und Gleichheit fördert. Entsprechend kommen über die UNESCO-Lehrstühle unterschiedlichste Expertisen zusammen, die ich zum Thema Klimaanpassung vernetzen möchte. Der Klimawandel ist kein isoliertes Phänomen, er betrifft heute und in Zukunft alle Bereiche unseres Lebens.“ (Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung)

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