Das Steuerhaus
Das Steuer- oder Ruderhaus war die zuletzt gefertigte Sektion des Stahlschiffbaus. In unserem letzten Freitagsfoto stand es bei der Bearbeitung noch kopfüber. Nach Fertigstellung wurde es mithilfe der Portalkräne aufs Deck der „Coriolis“ gehievt und verschweißt.
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Das veränderte das Erscheinungsbild der „Coriolis“ deutlich und verlieh ihr ein markantes Aussehen.
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Die Ausgestaltung der Kommandobrücke unter nautischen Gesichtspunkten war aufwendiger, als es zunächst den Anschein hatte. Die Platzierung des Hauptfahrstands auf der Steuerbordseite war schnell geklärt. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Elemente (z.B. Kartentisch), die in ihrer Anordnung im Steuerhaus berücksichtigt werden müssen. Räumliches Vorstellungsvermögen ist gefragt, doch das reicht nicht in allen Fällen aus, wenn es um die Arbeitsabläufe mit den Bedienelementen geht.
Welche Geräte müssen wo und in welcher Anordnung untergebracht werden für eine optimale Bedienung? Wie hoch dürfen Bildschirme hängen? Ein leichter Zugang zu allen notwendigen Bedienelementen muss im Hauptfahrstand und den seitlichen Fahrständen gewährleistet sein. Zusätzlich werden im Steuerhaus noch wissenschaftlich-technische Geräte installiert, die notwendig sind, aber den Arbeitsablauf der Kapitäne nicht beeinträchtigen dürfen.
Deshalb wurden mit vielen Herstellern und Zulieferern schon im Vorfeld bestimmte Anforderungen geklärt. Die Besatzung hat aufgrund langjähriger Praxiserfahrung die besten Argumente, warum etwas wie und wo angeordnet bzw. installiert werden muss.
So wurde der Fahrstand mit den Einbauschränken zunächst provisorisch gezimmert („mockup“) und in einer Begehung von den Kapitänen entsprechend kritisch unter die Lupe genommen.
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Die Devise lautete: So lange das Steuerhaus inspizieren, Arbeitsabläufe simulieren und Anordnungen der Geräte optimieren, bis alle Anforderungen erfüllt sind. Schließlich geht es um den wichtigsten Arbeitsplatz der Crew – wenn sie zufriedengestellt ist, kann der Einbau beginnen.

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