Revolvierende Planung bis zum Schluss
Die Planung bis zur endgültigen Umsetzung der „nassen und trockenen Arbeitsplätze“ – sprich Labore – auf der „Coriolis“ ist langwierig, weil sie durch die verschiedenen Blickwinkel mit unterschiedlichen Anforderungen überaus komplex ist.
Wenn man sich die erste Planung unter vorwiegend schiffbaulichen Gesichtspunkten ansieht (Zeichnung aus dem ersten Generalplan), dann war es großzügig ausgelegt mit einem Stauraum für wissenschaftliche Geräte (je nach Messkampagne) und einem gegenüberliegenden Raum für zusätzliche Technik des E-Labors. Die Position des Hydrographenschachts im Nasslabor entsprach auch der schiffbaulichen Vorstellung.

Es blieb relativ lange bei diesem Planungsstand – zumindest auf dem Papier. Währenddessen erfolgte der tiefere Einstieg in die Anforderungen der späteren Nutzer: Welche Messgeräte kommen zum Einsatz? Welche werden ggf. künftig zusätzlich genutzt? Wird der Stauraum benötigt? Wie praxisnah ist der vorliegende Plan? Kann ggf. zusätzlicher Raum für unterzubringende Schiffstechnik geschaffen werden?
Intensive Gespräche, viele Diskussionen und eine Vielzahl von Listen mit Geräten und ihren Spezifikationen – doch alles noch vorwiegend unter schiffbaulichen Gesichtspunkten zur Planung der Stahlzuschnitte, der späteren elektrischen Auslegung mit Berücksichtigung der zu verlegenden Kabel- und Wasserrohre usw. Währenddessen flossen neue Anforderungen ein: eine zusätzliche Schlafkammer, eine optimierte Anordnung der technischen Ausstattung für das E-Labor.
Diese Zeichnung aus dem angepassten Generalplan markierte den vorläufigen Endstand aus monatelanger Arbeit. Endstand für den schiffbaulichen Teil – vorläufig in der Ausgestaltung mit Inneneinrichtung der Labore.

Mittlerweile haben etliche Gespräche mit den Zulieferern für die Inneneinrichtung sowie den späteren Nutzern der Labore stattgefunden, unterstützt durch Besichtigung der Labore auf dem Campus und auf der „Ludwig Prandtl“, um die Anforderungen anschaulich und klar zu umreißen. Welche Möbel sind sinnvoll? Wo werden Ablaufrinnen benötigt? Welches Material ist für welche Anforderungen geeignet? Welche elektrischen Anschlüsse in welcher Ausprägung sind vorzusehen? Wie sollen Kabelwege verlaufen?
Nun zeigt sich, dass die Liste der Anforderungen für den fachspezifischen Teil noch deutlich länger und detaillierter ist als unter schiffbaulichen Gesichtspunkten. Einen kleinen Einblick geben die Ausschnitte der Zeichnungen, wo Steckdosen und Beleuchtung installiert werden sollen sowie die erforderlichen Kabelwege.

Auch diese Pläne gibt es in zahlreichen Versionen – diskutiert und ergänzt bzw. geändert von der Werft- und/oder Nutzerseite. Das ist ein Teil der Arbeiten, die intensiv hinter den Kulissen stattfinden.
Früher war es deutlich einfacher … 🙂 Ein kleiner Ausflug in die Anfänge des E-Labors mit Erfassung der Daten eines Radargeräts, das auf der noch nicht verlängerten „Ludwig Prandtl“ oberhalb des Steuerhauses installiert war. Anno 2001 …
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Ein Blick ins E-Labor mit der damals aktuellen Technik, wobei Papier, Stift und Aktenordner standardmäßig zur Ausrüstung gehörten:
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Welcher Plan für Steckdosen und Kabelwege? Mehrfachsteckdosenleisten und kreative Kabelaufhängungen, z.B. mittels Kabelbinder, waren in der Praxis gängig.
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