Neuerscheinung aus der Buchreihe “WARNSIGNAL KLIMA”

Publications_Hereon (Photo: J.R. Lippels / Hereon)
Screenshot klima-warnsignale.uni-hamburg.de

In dem neuen Buch “WARNSIGNAL KLIMA: Hilft Technik gegen die Erderwärmung?” (Herausgeber: Lozán, J.L., Graßl, H., Breckle, S.-W., Kasang, D., & Quante, M.) liegt der Schwerpunkt auf dem Thema “Climate Engineering”. Das Buch wurde ebenso wie die Vorgänger aus der Reihe in Kooperation mit GEO “Das Reportage Magazin” veröffentlicht. Enthalten sind auch Artikel von und mit Beteiligung unserer Wissenschaftler aus dem Bereich “Küstenforschung”.

Auf der Website WARNSIGNAL KLIMA der Uni Hamburg findet man eine Fülle an fachlich geprüften Informationen zum Klimawandel mit bestimmten Schwerpunkten.

Hier stellen wir in einem kurzen Abriss einige der Beiträge aus dem neuen Buch mit Beteiligung der Hereon-Wissenschaftler vor. Der jeweilige Link der Beitragstitel führt direkt zum Dokument auf der Website der Uni Hamburg.

Quante, M., Gasperini, B., & Belge, B. (2023): Vom Regenmachen zur Klimaintervention – Ein Blick auf die Ideen- und Entwicklungsgeschichte des Climate Engineering.

Zusammenfassung:

Die aktuelle Diskussion um das Climate Engineering als mögliche Antwort auf die globale anthropogene Erwärmung blickt auf eine längere Vorgeschichte zurück. Erste Versuche, das Wetter durch die Erzeugung von Niederschlägen zu modifizieren, führten mit der Zeit zu Plänen, immer großskaliger einzugreifen. Viele der ursprünglichen Ideen verschwanden in den Schubladen, wenige blieben. Dieses Kapitel zeichnet die wechselhafte Geschichte des Climate Engineering bis in die heutigen Tage nach und zeigt auch auf den begleitenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs.

 

Quante, M., & Leisner, T. (2023): Das Strahlungsmanagement im Climate Engineering – Ein Überblick.

Zusammenfassung:

Climate Engineering Methoden, die in den Strahlungshaushalt und damit in den Energiehaushalt der Erde eingreifen, werden unter dem Begriff Strahlungsmanagement zusammengefasst. Die vorgeschlagenen Verfahren wollen fast alle die einfallende Sonnenstrahlung so umlenken, dass dadurch die Erwärmung an der Erdoberfläche um ein gewisses Maß reduziert wird. Ein Vorschlag betrifft auch die Erhöhung der Wärmestrahlung in den Weltraum. Die potenzielle Wirksamkeit der Methoden ist höchst unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen das Auftreten unerwünschter meteorologischer oder ökologischer Nebenwirkungen. Dieser Beitrag liefert einen ersten Überblick über die Methodenvielfalt, Vertiefungen sind in den nachfolgen Kapiteln zu finden.

 

Possner, A., Quaas, J., & Quante, M. (2023): Impfen von Wolken zur Erhöhung der Reflektivität – Konzepte, Potenziale und Risiken.

Zusammenfassung:

Die systematische Aufhellung von tiefen Wolken als Maßnahme des solaren Strahlungsmanagements gegen die fortschreitende Klimaerwärmung ist seit Anfang der 1990er Jahre in der Diskussion. Die Reflektivität geeigneter Wolken ließe sich prinzipiell durch ein Impfen mit zusätzlichen Kondensationskeimen erhöhen. Im Zentrum des Interesses stehen hier die marinen Stratocumuluswolken. Ein entsprechender Effekt wurde in Nachlauffahnen von Schiffen (ship tracks) beobachtet. Verfügbare Modellstudien zur Wirksamkeit und zu Nebenwirkungen der Wolkenaufhellung zeigen noch keine eindeutigen Ergebnisse. Fragen bezüglich der Anwendungsbereiche, der technologischen Umsetzung und der Risiken sind noch ungeklärt.

 

Gasparini, B., Quante, M., & Lohmann, U. (2023): Ausdünnung von Zirren um dem Klimawandel entgegenzuwirken?

Zusammenfassung:

Das Ausdünnen von Zirren (CCT) ist eine Climate Engineering-Methode, die darauf abzielt, der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Im Unterschied zu stratosphärischen Aerosolinterventionen und der Aufhellung mariner Wolken, die darauf abzielen, mehr Sonnenlicht ins Weltall zu reflektieren, soll bei CCT mehr langwellige Wärmestrahlung in den Weltraum abgestrahlt werden. Dazu werden Eisnukleationskerne in die Atmosphäre injiziert, damit sich die Zirren durch heterogene Nukleation bilden und somit optisch dünner sind. Die existierende Literatur zu dem Thema ist sehr uneindeutig und spricht der CCT-Methode eine Wirkung zwischen fast gar keiner Bedeutung bis hin zu dem Äquivalent einer Halbierung der CO2-Konzentration in einem extremen Emissionsszenario zu.

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