Mitfahrgelegenheit

Das Messsystem FerryBox, das wir mit unserem letzten Freitagsrätsel gesucht hatten, ist ständige Reisebegleiterin auf unserem Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“. Sobald das Schiff Fahrt aufnimmt, sammelt das Messsystem automatisiert anhand verschiedener Sensoren die Daten zu physikalischen und biogeochemischen Eigenschaften des Oberflächenwassers.
Fest installiert und dennoch mobil – das führte auch zum Bestandteil „Ferry“ im Namen. Denn diese Systeme sind auf unterschiedlichen Schiffen im Einsatz, wie z.B. Fähren, Frachtschiffen usw. Vorzugsweise auf Schiffen, die feste Routen fahren, so kann man Daten über einen längeren Zeitraum sammeln und entsprechend auswerten. Daneben gibt es auch Einsätze auf Forschungsschiffen wie z.B. der „Polarstern“ oder Kreuzfahrtschiffen wie der „Mein Schiff 3“
Hier ist beispielsweise eine mehrtägige Fahrt des Frachtschiffs „Lysbris“ zwischen Norwegen und Großbritannien erfasst. Angezeigt auf der Route in der Karte ist die jeweils erfasste Wassertemperatur.


Einige FerryBoxen sind für einen festen Standort vorgesehen – für sie ist keine Mitfahrgelegenheit vorgesehen, sie bleiben also immobil. Ihre Aufgabe besteht darin, Daten für einen langen Zeitraum zu erfassen, woran man Veränderungen genauer ablesen kann. Dies betrifft die FerryBox in Cuxhaven und das jüngste Exemplar auf der Forschungsplattform Tesperhude.
Die FerryBox wurde von Hereon entwickelt, doch diese Messsysteme werden in einem Netzwerk europäischer Partner, hauptsächlich nationaler Meeresforschungsinstitute und Umweltagenturen, betrieben. Das Netzwerk ist unter dem Dach von EuroGOOS im europäischen FerryBox-Taskteam organisiert, das von Hereon und NIVA (Norwegen) geleitet wird. Innerhalb dieser europäischen Community wurde eine gemeinsame Datenbank sowie ein Datenportal für alle europäischen FerryBoxen auf Basis der beim Hereon entwickelten Datenbank eingerichtet.
Ausführliche Informationen gibt es auf der Webseite der Abteilung Produktivität der Küsten:
==> FerryBox



