Submarines Schneegestöber

030123_titel (Foto: Andreas Neumann / Hereon)

Der Schlitten, den wir auf unserem vorweihnachtlichen Freitagsfoto gezeigt haben, war unvollständig. Für seinen Einsatz muss er noch mit Lichtquellen, einer passenden Kamera für Foto- und/oder Videoaufnahmen und diversen Messgeräten ausgerüstet werden. Das Equipment richtet sich je nach wissenschaftlicher Aufgabenstellung.

(Foto: Ina Frings / Hereon)

Mit solch einem Kamera-/Videoschlitten kann man jederzeit im Schnee fahren. Denn in den Meeren schneit es unablässig. Die feinen organischen Partikel, die wie Schnee anmuten, sind Reste abgestorbener Algen und Tiere, die zum Meeresboden sinken. Die Abteilung Biologische Kohlenstoff Pumpe untersucht den sog. „Marine Snow“, der vielen Organismen als Nahrung dient und damit die Basis mariner Ökosysteme bildet. Dr. Klas Ove Möller hat in einem Artikel über das Rätsel um den Schnee im Meer ausführlich berichtet.

Dr. Andreas Neumann aus der Abteilung Aquatische Nährstoffkreisläufe hat in einer Studie die kleinen Wollmäuse im Meer untersucht, in welchem Ausmaß diese Flocken die von Algen, Pflanzen und Bakterien produzierte Biomasse abfangen und sich damit lokale Sedimentzusammensetzungen in der Deutschen Bucht ändern.

Screenshot coastmapapp

Kamera-/Videoschlitten werden auch zur Kartierung des Meeresbodens eingesetzt. Wer so eine Schlittenfahrt unternehmen möchte, kann dies in der coastMap App digital machen. Hier ist der Pfad nach dem Start der App (leider kein Direktlink)

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Man kann die komplette Tour durchfahren oder auf der Karte bestimmte Stationen auswählen. Auf einigen Teilstücken gerät man in dichtes submarines Schneegestöber!

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