Das Kernstück zum Bau des neuen Schiffs ist der sog. Generalplan oder GA Plan (General Arrangement), der sich in Details häufig ändert. Denn dort fließen abgestimmte Anforderungen und Veränderungen ein, die sich aus den Sitzungen und Vereinbarungen der Fachgruppen ergeben. Das kann z.B. die Anforderung einer zusätzlichen Unterkunftskammer sein, die sich erst im Fortschritt der Planungen ergeben hat. Oder die abschließende Klärung, wie viel Frischwasser an Bord benötigt wird und welche Anzahl Tanks dafür vorgehalten werden muss.
Ebenso werden praktische Überlegungen und Vorschläge seitens der Werft einbezogen, wie z.B. die Anordnung der Tanks oder Generatoren unter Gesichtspunkten wie Praktikabilität bei Wartung, späterer Begehung durch Prüfer der Klassifizierungsgesellschaften usw. Oder wenn es darum geht, zusätzlichen Raum zu schaffen bzw. vorhandenen Raum optimal auszunutzen, um einzubauende Komponenten sinnvoll zu gruppieren oder anders anzuordnen.
Der Generalplan gleicht oberflächlich natürlich noch dem Plan, mit dem der Auftrag zum Schiffsbau vergeben wurde. Doch er ist sehr lebendig in der Ausgestaltung der Details, bevor die Umsetzung in 3D Konstruktionszeichnungen erfolgt. Die Zeichnungen zeigen jede Ebene des Schiffes, sowohl von der Drauf- als auch der Seitenansicht und spiegeln den aktuellen Detaillierungsgrad wider.
Dahinter stecken viele Gespräche und Meetings, die mal in kleinen Fachgruppen oder in größeren Arbeitskreisen stattfinden. Etabliert wurde das sog. Jour fixe Meeting, das generell in einem 14-tägigen Rhythmus stattfindet, bei Bedarf auch in kürzeren Intervallen einberufen wird. Hier werden allen Beteiligten der aktuelle Stand des Generalplans sowie die eingeflossenen Veränderungen präsentiert und erläutert.
Weitere Beiträge finden Sie im
