Ähnlichkeit mit einer Fischreuse
weist das Planktonnetz auf, das wir mit unserem letzten Freitagsfoto gesucht hatten. Ursprünglich wurde das äußerst feinmaschige Netz vom Meeresbiologen Victor Hensen zum Sammeln und Zählen von Fischeiern in einer definierten Wassersäule entwickelt. Er prägte auch den Begriff “Plankton” für die Kleinstlebewesen im Wasser. Bis heute werden Planktonnetze zur Probennahme und näheren Bestimmung von Plankton und anderen Schwebstoffen genutzt. Unser Freitagsfoto entstand auf einer Frühjahrsfahrt entlang der Elbe.
Vor nicht allzu langer Zeit berichteten unsere Kolleginnen und Kollegen von ihren Messfahrten der Noctiluca-Kampagne. Dort war auch der Einsatz eines Planktonnetzes zu sehen:

Wenn man jedoch Plankton und andere organische Partikel (sog. Marine Snow) genauer erforschen will, erweist sich diese Art der Probennahme als ungeeignet, weil dieses Verfahren zu ungenau ist. „Kleine Quallen zum Beispiel werden meist zerquetscht und lassen sich kaum zählen oder Fortsätze von Ruderfußkrebsen brechen bei der traditionellen Probennahme meist ab, was die Bestimmung der Art erschwert “, sagt Dr. Klas Ove Möller, Leiter der Abteilung “Biologische Kohlenstoff Pumpe“.

Um das Rätsel um den Schnee im Meer zu lösen, setzen die Wissenschaftler hochauflösende Unterwasserkameras ein, um vom “Marine Snow” Fotos zu schießen. Damit kann man einzelne Partikel genau analysieren und ihre Größe messen. Denn der “Marine Snow“ dient vielen Organismen als Nahrung und bildet somit die Basis mariner Ökosysteme. Insofern spielt er eine fundamentale Rolle in den Nahrungsnetzen und hat einen wichtigen Einfluss auf den Kohlenstoff-Kreislauf der Ozeane.




