Noctiluca-Kampagne im August, Teil 1
Beitrag von Katharina Kordubel, Abteilung Biologische Kohlenstoff Pumpe
02.08.2022
Heute beginnt die letzte von 3 Kampagnen im Rahmen des PhytoDive Projekts mit Fokus auf der Blütendynamik von Noctiluca scintillans in der Nordsee. Es ist für Noctiluca schon etwas spät im Jahr und wir hoffen, während dieser Reise das Ende der Blüte verfolgen und beproben zu können. Die Wetterbedingungen sind für die charakteristischen Noctiluca Streifen an der Oberfläche gut: leichter Wind, kaum Wellengang und es ist warm und sonnig. Wir gehen bei Helgoland direkt auf Station. Die Rollen und Aufgabenbereiche werden für die nächsten 2 Wochen an die Team Mitglieder verteilt und direkt übernommen. Alle Geräte werden ausgebracht, wir überprüfen ob alles funktioniert und gehen so noch einmal die Reihenfolge durch, die wir ab jetzt immer auf Station anwenden werden. Wir beobachten vereinzelte Noctiluca Zellen im Wasser.
03.08.2022
Zum ersten Mal wird der WireWalker während der Noctiluca Kampagnen eingesetzt. Der WireWalker ist ein Profiler mit CTD, Sauerstoff und Fluoreszenz Sensor, welcher durch die Wellenbewegung angetrieben im Wasser auf- und abfährt. Innerhalb des WireWalkers ist eine von unseren Unterwasserkameras (CPICS) eingebaut und wir hoffen mit dieser Ausbringung auf Aufnahmen aus der gesamten Wassersäule, sowie auf Nachtaufnahmen von Noctiluca, da dieser über Nacht vor Helgoland verankert wird. Da die “Ludwig Prandtl” ein kleines Forschungsschiff ist, muss der WireWalker an dem komplett ausgefahrenen Kran ausgebracht werden und dafür sind absolut ruhige Bedingungen notwendig. Es ist für alle aufregend, aber mit Hilfe der Crew gelingt uns die Ausbringung! Der WireWalker bleibt nun für 2 Tage im Wasser und nimmt kontinuierlich Bilder auf.



04.08.2022
Auf jeder Station wird zuerst die CTD gefahren, welche Echtzeit-Informationen über Temperatur, Salzgehalt, Trübung, Fluoreszenz, Sauerstoffgehalt und Tiefe liefert. Anhand dieser Vertikalprofile entscheiden wir, aus welcher Tiefe Wasserproben und später Netzproben und Kameraaufnahmen erhoben werden. Auf dem CTD Rahmen ist ebenfalls ein AC-S (Spectral Absorption and Attenuation Sensor) eingebaut, welcher Strahlabschwächung und Absorption im Wasser misst und so wichtige Informationen über die Veränderung der optischen Eigenschaften im Wasser durch Noctiluca liefert.


Teil 2 folgt 🙂




