Küstenforschung

Synergieeffekt im Projekt Changing Arctic Ocean

Screenshot bundesregierung.de

Auf der Website der Bundesregierung ist in den aktuellen Meldungen ein Beitrag erschienen, der einen zusätzlichen Synergieeffekt zweier Teilprojekte beschreibt. Im deutsch-britischen Forschungsprogramm „Arktis im Wandel“ (Changing Arctic Ocean) untersuchen Wissenschaftler in zwölf bilateralen Forschungsprojekten den Einfluss des Klimawandels auf den Arktischen Ozean. Das Projekt LOMVIA bezieht sich auf die Verknüpfung von Ozeanographie und multispezifischen, räumlich variablen Interaktionen von Seevögeln und ihrer Beute in der Arktis. Im Projekt EISPAC werden die Auswirkungen von Eisstressoren und Schadstoffen auf die arktische marine Kryosphäre erforscht.

Der Artikel beschreibt den multiplen Stress für die arktischen Seevögel in Verbindung mit dem Klimawandel: Ihre Nahrungsgrundlage verschiebt sich durch Wanderung der Beutefische weiter nach Norden und zusätzlich sind sie von Schadstoffanreicherungen im Ökosystem bedroht.

Neben dem veränderten Nahrungsangebot bringt der Klimawandel eine weitere Veränderung für die Vögel mit sich: „Unsere vorläufigen Ergebnisse aus Grönland deuten darauf hin, dass der saisonale Fluss von Schneeschmelzwasser die Belastung der Seevögel mit organischen Schadstoffen erhöhen kann“, sagt Dr. Kirstin Dähnke aus dem Institut für Kohlenstoff-Kreisläufe am Helmholtz-Zentrum Hereon. Besonders problematisch sind per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS). Diese sind wasser-, fett- und schmutzabweisend und kommen in unzähligen Alltagsprodukten vor. “PFAS sind so stabil, dass sie in der Umwelt nicht abgebaut werden“, so Prof. Dr. Ralf Ebinghaus, Leiter des Instituts für Umweltchemie des Küstenraumes. Die Chemikalien werden über Meeresströmungen und über die Atmosphäre bis in entlegene Regionen transportiert und werden praktisch überall nachgewiesen.

==> Doppelter Stress für arktische Vögel (Artikel Website Bundesregierung)

==> Forschungsprogramm Changing Arctic Ocean
==> Projekt LOMVIA
==> Projekt EISPAC
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