Noctiluca-Kampagne, 08.06.22
Beitrag von Dr. Götz Flöser, Abteilung Biologische Kohlenstoff Pumpe
Die Arbeitsgruppe setzt derzeit bildgebende Systeme ein, um die Auswirkungen einer Noctiluca-Blüte auf die Dynamik des marinen Ökosystems und den C-Fluss in der Nordsee zu untersuchen.
9:30h Auslaufen, ruhiges Wetter, nur leichter Seegang und Sonnenschein. An Bord wird aufgebaut und im Elektroniklabor sieht es aus wie nach einer Explosion. Es wird bei den vielen Geräten, die wir dabei haben, etwas dauern, bis die Routine einkehrt.
Zum ersten Test der Geräte steuern wir die tiefe Stelle südwestlich Helgoland an, wo das Wasser 50 m tief ist.
Die CTD / LISST zu Wasser lassen und Zylinder füllen, ist Routine. Dann setzen wir das Planktonnetz ein und den VPR (Video Plankton Recorder), was anschließend ausgewertet werden muss. Der VPR liefert spektakuläre Bilder; das Wasser ist voll von Diatomeen; die Frühjahrsblüte ist in vollem Gang! Man kann sehen, wie Noctiluca die Diatomeen fressen.
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Der Seacore Sampler wird mit Wasser aus 15 m Tiefe mit 300 l Wasser gefüllt und zeigt eine Menge Diatomeen, die wir dann versuchen, mit der Kamera zu erfassen.
Fotos vom VPR; er macht 15 Bilder pro Sekunde, bei 20 min Einsatz sind das also 15*60*20=10800 Bilder. Die kleinen runden Kugeln sind Noctiluca.
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16:30h Einlaufen in Helgoland
Abends haben wir uns mit Kollegen vom AWI Tauchlager und vom Thünen-Institut getroffen, bei strömendem Regen mit Pizza und Bier. Kaum haben wir zusammen am Tisch gesessen, gab es schon die erste Kooperation: Die Kollegen vom Thünen-Institut werden im Juli, wenn unsere “Ludwig Prandtl” in der Werft ist, für uns Noctiluca-Proben nehmen. So soll es sein!!








