Gepeilt? Voll verpeilt?!

170720_titel (Foto: Emma Lefebvre / Uni HH)

Der Gebrauch des Wortes “peilen” hat längst Einzug in die umgangssprachliche Nutzung gehalten und wird in verschiedenen übertragenen Bedeutungen verwendet. Doch der Ursprung geht auf die Peilung zurück, womit man entweder die Richtung, Ausrichtung oder Position bestimmt oder im anderen Fall die Tiefe eines Gewässers auslotet. Wobei es Peilungen unterschiedlicher Art und mit speziellen Methoden gibt.

Auf Schiffen trägt normalerweise das am höchsten gelegene Deck den Namen Peildeck. Den Ausblick von diesem Standort auf der “Ludwig Prandtl” kann man auf unserem letzten Freitagsfoto und auf obigem Titelbild sehen. Ein Blick von unterhalb des Decks zeigt die Bank als Arbeitsplatz.

(Foto: Ina Frings / Hereon)

Die nautische Peilung wird über Radar und Funk vorgenommen. Beim Seevogelmonitoring kommt die optische Peilung hinzu: Wo befinden sich der Schwarm oder einzelne Exemplare? Da wird bei der Angabe nicht ungefähr über den Daumen gepeilt mit Aussagen wie “schräg links/backbord voraus” oder “auf Nord/Nord/West”, sondern es gibt ein bewährtes System auch ohne entsprechende technische Hilfsmittel. Als Bezug nimmt man die eigene Vorausrichtung und legt den Winkel anhand des Ziffernblatts einer Uhr fest. Bei einer Angabe “auf 10 Uhr” entspricht das 60° links von der voraus liegenden 12-Uhr-Markierung.

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