Herzlichen Glückwunsch!

Header_Team (Foto: C. Schmid / Hereon)

Anna Miesner aus der Abteilung Stofftransport und Ökosystemdynamik hat am 31. März erfolgreich ihre Dissertation mit dem Titel „Forecasting the Marine Biological Environment. Exploring the Spatial Distribution of a North Atlantic Fish Species at the Example of Blue Whiting“ an der Universität Hamburg verteidigt.

Wir haben Anna gebeten, uns ein bisschen mehr zu ihrer Doktorarbeit „Vorhersage der biologischen Meeresumwelt. Erforschung der räumlichen Verteilung einer nordatlantischen Fischart am Beispiel des Blauen Wittling“ zu erzählen.

Biologische Vorhersagen basieren auf dem Zusammenspiel von der Physik und Biologie der Meere. Der Grundgedanke von biologischen Vorhersagen ist, dass Meeresorganismen aktiv auf Umweltschwankungen (z. B. zu warme/kalte Temperaturen) reagieren. Wenn sich Umweltbedingungen ändern, können mobile Arten wie z.B. Fische, aktiv in Regionen schwimmen, in denen günstigere Umweltbedingungen herrschen. Somit können viele Meeresorganismen aktiv auf Umweltvariabilität reagieren, indem sie ihre Verbreitung verlagern, entweder um ungünstige Bedingungen zu vermeiden oder um nach optimalen Bedingungen zu suchen.

Meine Doktorarbeit leistet einen Beitrag zur Vorhersage der biologischen Meeresumwelt. Das übergeordnete Ziel meiner Dissertation bestand darin, Veränderungen in der räumlichen Verteilung von Meeresorganismen besser zu verstehen, zu modellieren und vorherzusagen.

Ich habe untersucht, wie das Meeresklima (Temperatur und insbesondere Salzgehalt) die räumliche Verteilung der nordatlantischen Fischart Blauer Wittling beeinflusst. Durch die Kombination eines statistischen biologischen Modells mit dem Erdsystemmodell des Max-Planck-Instituts konnte ich zeigen, dass sich Verteilungsverschiebungen des geeigneten Laichhabitats des Blauen Wittlings etwa ein Jahr im Voraus vorhersagen lassen. Diese Vorhersagen können zum Beispiel für die Planung des jährlichen Monitoring Surveys vom Blauen Wittling von Nutzen sein. Darüber hinaus lässt sich dieser Forschungsansatz auch für weitere Arten oder Gebiete anwenden. Auf diese Weise trägt meine Arbeit zu einem proaktiven und dynamischen Management unserer gemeinsamen Meeresressourcen bei.

Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem Erfolg und wünschen alles Gute für die Zukunft!

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