Küstenforschung

Auf der richtigen Fährte

waren unsere Rätselfreunde zu unserem letzten Freitagsfoto. Wir bitten um Nachsicht, dass es mit der Lösung unbeabsichtigt spannend gehalten wurde, es lag am Komplettausfall der Redaktion …

Von den beiden Fundstücken am Strand mit angeschwemmtem fossilen Holz lässt sich das linke Exemplar brechen, es zerbröselt unter leichtem Druck.

(Foto: Ina Frings)

Das rechte Exemplar ist wesentlich härter, es lässt sich nicht mit der Hand brechen. Die gedankliche Richtung zum Prozess der Inkohlung war richtig, doch die Bestandteile der Fundstücke waren nicht abgestorbene Pflanzen, sondern fossiles Holz. So handelt es sich bei dem rechten Exemplar um einen Gagat (Jett, Pechkohle). Es ist ein Produkt von fossilem Holz, das durch Humusgel oder Bitumen imprägniert ist und sich in einem Übergangsstadium von Braun- zur Steinkohle befindet.

Der Gagat wird auch “schwarzer Bernstein” genannt und wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit als Schmuckstein verarbeitet aufgrund seines Glanzes und der leichten Schnitzbarkeit. Oft wird er von Sammlern am Spülsaum übersehen oder gar verschmäht, die auf der Suche nach Bernstein sind. Im Nordkurier.de gibt es dazu einen schönen Artikel:

==> Black Amber – das unterschätzte Gold der Ostsee

Also ein Tipp für eine spannende Küstenforschung am Strand, das angeschwemmte Sprockholz mal genauer unter die Lupe zu nehmen 🙂

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