Das akustische Signalinstrument
dessen Detail auf unserem letzten Freitagsfoto zu sehen war, hat eine lange Tradition. Natürlich handelt es sich um die Schiffsglocke, was auch prompt erraten wurde. Der Hauptzweck war das Läuten, das sog. Glasen, um die Abschnitte einer Seewache (Wachzeit 4 Stunden) akustisch anzuzeigen. Doch sie wurde früher auch als Signal bei Nebel und schlechter Sicht eingesetzt oder um die ausgebrachte Länge der Ankerkette anzuzeigen.
Gegossen ist eine Schiffsglocke aus Messing mit dem eingravierten oder geprägten Namen des Schiffes und der Jahreszahl des Stapellaufs. Der Handgriff am Klöppel ist meist kunstvoll aus Leinen geflochten (sog. Platting).

Aufmerksame Betrachter könnten eine „Unstimmigkeit“ erkennen: Die Glocke trägt das Datum 2002, doch die „Ludwig Prandtl“ lief bereits 1983 vom Stapel. Das liegt daran, dass das Forschungsschiff in 2002 umgebaut und verlängert wurde und damit neu in den Dienst gestellt wurde.




