Ein Exemplar davon war auf unserem letzten Freitagsfoto zu sehen, das einen heftigen Unfall hatte. Was genau passiert ist, bleibt wohl ein Geheimnis.
Normalerweise werden Wellenmessbojen mit behördlicher Genehmigung dort ausgebracht, wo kein Schiffsverkehr herrscht. Die Position ist auch den Teilnehmern im Schiffsverkehr bekannt, sollte der Weg trotzdem einmal in die Nähe führen. So kann es zur Kollision mit Schiffen oder Booten kommen, wobei es auch da glimpflich ablaufen kann, weil die Boje sehr flexibel reagiert.
Das liegt schon an ihrer Bestimmung, dass sie bestimmte Parameter wie Richtung, Höhe und Periode von Wellen erfasst und sich somit frei im Seegang bewegen muss. Ermöglicht wird das durch eine Befestigung mit einem Gummiseil an einem Gewicht auf dem Meeresboden. Im Inneren der Boje wird die Vertikalbeschleunigung gemessen und in Vertikalauslenkung umgerechnet. Die Daten werden dann per Funk an den Erfassungsrechner gesendet.
Sobald die Datenübermittlung ausbleibt, kann man schon ahnen, dass etwas nicht stimmt. Das kann eine geringfügige technische Ursache sein oder aber ein Verlust der Messboje. Anhand der obigen schweren Schäden mit deutlichen Schleifspuren an der Boje liegt die Vermutung nahe, dass sie von einem Fischereinetz über Grund gezogen worden sein kann. Letztendlich taucht eine Wellenmessboje meistens wieder auf, allein schon durch den Auftrieb als schwimmender Hohlkörper. Mit Glück wird sie von aufmerksamen Beobachtern entweder auf dem Wasser geborgen oder nach Anspülung an einem Strand. Wir freuen uns über eine Bergung der Wellenmessboje, auch wenn der Datenverlust schmerzt.
