Spotting
Der Begriff kommt aus dem Englischen (to spot: beobachten, ausmachen, erspähen, erkennen, sichten, orten, lokalisieren) und unsere Kollegin betätigte sich mit unserem letzten Freitagsfoto sozusagen als Spotter – so ganz nebenbei. Denn mit ihrem scharfen Auge hat sie auf der Elbe unser Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ erspäht vor dem gigantischen Hintergrund des Containerschiffs. Sie schickte uns einige Fotos davon und wir haben eins ausgesucht und auch noch ein bisschen mit Retusche getrickst, damit es nicht so offensichtlich ist. Hier ist der Ausschnitt:

Auf einem anderen Foto ist die „Ludwig Prandtl“ so als „Begleitschiff“ deutlicher auszumachen. Enorm die Größenverhältnisse: Das Containerschiff dürfte die „COSCO Taurus“ gewesen sein mit einer Gesamtlänge von 400 Metern. Unsere „Ludwig Prandtl“ misst gerade mal 31 m.

Was unseren Lesern auch aufgefallen ist beim „shipspotting“ des riesigen Containerschiffs: Die Kommandobrücke ist eher mittschiffs, was mit der Raumnutzung und Lage des Maschinenraums zu tun hat. Warum Kommandobrücken auf Schiffen unterschiedlich angelegt sind, erklärt ein Beitrag des SWR Wissen. Außerdem kann man den „Wulst“ am Bug erkennen, der oberhalb des Wassers liegt, was auf einen eher geringeren Tiefgang hindeutet. Es könnte sein, dass die Container größtenteils leer sind und das Schiff somit leichter ist.
Die Teleobjektiv-Perspektive verzerrt allerdings die Distanz. Ganz so nah, wie es scheint, ist die „Ludwig Prandtl“ dem Giganten nicht gekommen. Doch es zeigt, wie umsichtig und vorsichtig unsere Kapitäne bei Forschungsfahrten sein müssen – nicht nur auf der Elbe. Und wo die nächsten Messkampagnen stattfinden, kann man auf der Webseite dem aktualisierten Einsatzplan der „Ludwig Prandtl“ entnehmen.



