Die kürzlich ausgestrahlte 30-minütige Reportage “Re: Wenn die Fluten steigen – Küstenschutz gegen Klimawandel” steht in der arte Mediathek noch bis 04.08.21 online zur Ansicht bereit.
Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel weltweit und besonders flache Küsten wie z.B. an der Nordsee und am Atlantik stehen damit vor einem großen Problem. Forscher und Küstenbewohner testen neue Konzepte zum Küstenschutz, indem sie die Natur mit einbeziehen. Auf einer nordfriesischen Hallig wird beispielsweise gezielt geflutet, um der Nordsee das mitgeführte Sediment abzuringen. Wird sich dadurch die Hallig schneller erhöhen, um dem Meeresspiegelanstieg trotzen zu können? In den Niederlanden legt eine Meeresökologin Austernbänke als Riffe an, um mit dieser Maßnahme eine Verbindung zwischen Küsten- und Naturschutz herzustellen. Denn der Bau von Flutwehren und Deichen bedeutet oftmals einen massiven Eingriff in die Natur.
Weitere Beispiele zeigen, wie wichtig die Sammlung von Daten für die Meerespiegelforschung ist. In Norfolk, Virginia (USA) setzt ein Ozeanograph auf Satellitendaten und nutzt Drohnen zur Erhebung von Bilddaten, um die Gefahren anschaulich darzustellen. Ein weiterer Beitrag zeigt, wie Kollegen mit unserem Forschungsschiff “Ludwig Prandtl” Wellenmessbojen auf der Ostsee aussetzen, um damit Daten wie z.B. Wellenhöhen bei Sturmfluten zu sammeln, die für künftigen Küstenschutz maßgeblich sein können.
