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Beitrag von Dr. Frauke Feser, Abteilung Küsteneinflüsse und Paläoklima / Themenkoordination Stürme
Extremereignisse alpiner Naturgefahren sind oft schwer vorhersehbar. Eine entsprechende Vorbereitung auf Ereignisse extremen Ausmaßes ist daher schwierig, so dass Naturgefahren leicht zu Naturkatastrophen werden können. Im Projekt “ExtremA” des österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus in Kooperation mit der Arbeitsgruppe ENGAGE (Geomorphologische Systeme und Risikoforschung des Instituts für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien) haben wir den aktuell verfügbaren Stand des Wissens über das Auftreten von Extremereignissen alpiner Naturgefahren sowie deren Ursachen, auslösende Prozesse und Folgen in Österreich zusammengefasst.
Ich war am Kapitel “Stürme” beteiligt, die nicht nur an der Küste, sondern weltweit, in Europa, im europäischen Alpenraum und in Österreich zu den zerstörerischsten Naturgefahren zählen. Dabei waren für uns nicht nur das Extremereignis an sich, seine historische und zukünftige mögliche Entwicklung, sondern auch dessen Auswirkungen und geeignete Adaptionsmaßnahmen von Interesse. Das Buch wurde als open access veröffentlicht.
Matulla, C., Feser, F., Tordai, J., Schlögl, M., Starke, H., Schöner, W., Enigl, K., Chimani, B., Hofstätter, M., & Andre, K. (2020): Stürme. In: Glade, T., Mergili, M., & Sattler, K. (Hg.): ExtremA 2019 – Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich. V&R Unipress, Vienna University Press, open access.
Beschreibung Buch “ExtremA 2019 – Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich”:
Das Wissen über Auftreten, Ursachen und Folgen von Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich ist essentiell zur Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Risikominimierung. In der öffentlichen Berichterstattung wird oft von »noch nie dagewesenen« Naturereignissen und -katastrophen gesprochen, doch was genau sind »extreme« Ereignisse? Sie weichen stark vom Durchschnitt ab und weisen eine lange, unregelmäßige Wiederkehrperiode auf. Ursachen werden sowohl im Umweltwandel als auch in der zunehmenden intensiven Nutzung von gefährdeten Gebieten gesehen. Es ist schwer Extremereignisse vorherzusehen, sodass potentielle Naturgefahren beim Eintritt leicht zu Naturkatastrophen werden können. Dies gilt insbesondere für exponierte Regionen. Dieser Band behandelt u.a. meteorologische, hydrologische, gravitative, glaziale und periglaziale Extremereignisse sowie relevante gesellschaftliche Aspekte im österreichischen Alpenraum.



