Welchen fachlichen Hintergrund haben Sie? / What is your qualifying background?
Ich habe an der Fachhochschule Lübeck meinen Bachelor of Science im Studiengang Chemie- und Umwelttechnik abgeschlossen und im Anschluss den aufbauenden Master in Technischer Biochemie an derselben Hochschule studiert. Seit Juni 2019 promoviere ich hier am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg im Fachbereich Chemie.
Daher würde ich meinen fachlichen Hintergrund als Schnittmenge zwischen (Bio)Chemie und Umweltchemie sehen.
I completed my Bachelor of Science in Chemical and Environmental Engineering at the University of Applied Sciences in Lübeck and subsequently studied the consecutive Master in Technical Biochemistry at the same university. Since June 2019, I am working on my PhD here at the Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) in cooperation with the Department of Chemistry at the University of Hamburg.
Therefore, I would consider my professional background as an intersection between (bio)chemistry and environmental chemistry.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? / How would you describe your working daily routine?
Mein typischer Arbeitstag beginnt mit der Anreise ans HZG. Ich fahre nahezu jeden Tag mit meiner Kollegin Andrea von Ratzeburg nach Geesthacht und die gemeinsamen Autofahrten leiten meinen Tag immer sehr unterhaltsam ein. Am HZG angekommen werden Mails gecheckt und anschließend mit der gesamten Arbeitsgruppe Kaffee getrunken. 🙂
Dann steht entweder Laborarbeit oder Schreibtischarbeit an. Meine Laborarbeit besteht dabei primär aus der Untersuchung von Wasser- oder Sedimentproben auf anorganische Belastungen wie beispielsweise Schwermetalle – wobei ich mich auf sogenannte „technologisch kritische Elemente“ spezialisiere. Am Schreibtisch werte ich diese Messungen aus und interpretiere die Daten, um anschließend die Ergebnisse in Publikationen oder auf Konferenzen zu präsentieren.
Zwischendurch wird dann gemeinsam mit der gesamten Arbeitsgruppe Mittagspause gemacht in welcher regelmäßig viel gelacht und Kuchen gegessen wird. Dann und wann geht es auch mal mit einem Schiff (z.B. der “Ludwig Prandtl”) auf Kampagnen, um neue Proben zu nehmen. Hierbei fokussiert sich unsere Arbeitsgruppe vor allem auf Flüsse wie den Rhein oder die Elbe sowie auf Proben aus der Nordsee. Mein Arbeitstag endet dann mit einer gemeinsamen Heimfahrt mit Andrea.
My usual workday begins with my travel to the HZG. Me and my colleague Andrea are travelling almost every day together from Ratzeburg to Geesthacht and the joint car trips always start my day in a very entertaining way. Arriving at the HZG, I check my mails and then drink coffee with the whole working group. 🙂
After that, it’s either laboratory work or office work. My laboratory work consists primarily of the analysis of water and/or sediment samples for inorganic contaminants such as heavy metals, whereby I specialize in so-called “technologically critical elements”. At the office I evaluate the data and interpret them to present the results in publications or at various national and international conferences.
In between I have lunch break together with my colleagues of the working group, during which we have a lot of laughs and cake. From time to time I also go on campaigns with a ship (e.g. the “Ludwig Prandtl”) to take new samples. Here we mainly focus on rivers like the Rhine or the Elbe as well as on samples from the North Sea. Finally, my day ends with a joint trip home with Andrea.
Was war Ihr bisher größter Erfolg? / What has been your biggest success so far?
Ich würde sagen, mein bisher größter Erfolg ist es geschafft zu haben, am HZG zu arbeiten. Ich bin in Lauenburg und Geesthacht aufgewachsen und somit war das HZG (bzw. damals noch GKSS) schon immer präsent, wenn es um das Thema Wissenschaft ging. Da ich bereits im jungen Alter Interesse für Naturwissenschaften zeigte und auch mein Opa schon sehr gerne seiner Arbeit bei der GKSS nachging und mir regelmäßig davon erzählte, entwickelte sich somit das HZG als eine Art „Traum-Arbeitsplatz“, an dem ich nun im Rahmen meiner Promotion arbeiten darf.
So far, my biggest success is probably being able to work at the HZG. I grew up in Lauenburg and Geesthacht, so the HZG (or GKSS at that time) has always been present when it comes to the subject of science. As I already showed interest in science at young age and as I regularly heard about my grandfather’s work at GKSS, the HZG developed into a kind of “ideal workplace”, where I can now work within the scope of my PhD.
Was ist Ihr großes Ziel? / Do you have a big goal?
Momentan ist mein großes Ziel wahrscheinlich, meine Promotion erfolgreich zu beenden.
At this point, my big aim is probably to finish my PhD successfully.
Was ist Ihr persönliches Markenzeichen? / Do you have any personal distinctive mark?
Da fällt mir nur mein Tattoo am Unterarm ein, das „rein zufällig“ eine Adaption des HZG Claims „Wissen schafft Nutzen“ ist. Dieses einfache „Wortspiel“ hat mich vom ersten Moment, als ich es gelesen habe, so sehr begeistert und inspiriert, dass ich beschloss, nach dem dritten Semester meines Bachelorstudiums diesen Satz in einer an meinen Fachbereich angepassten Version auf meinen Unterarm zu tätowieren, da er meiner Meinung nach genau das aufzeigt, was Wissenschaftler und die Wissenschaft selbst verkörpern sollten.
All that comes to my mind is my tattoo on my forearm which is “completely by coincidence” an adaptation of the HZG claim “Wissen schafft Nutzen”. This simple ” play on words” inspired me so much from the first moment I read it that I decided after the third semester of my bachelor studies to tattoo this sentence on my forearm in a version adapted to my field of expertise, because in my opinion it reflects exactly what scientists and science itself should embody.
