Küstenforschung

Forschende simulieren extreme Sturmfluten

Screenshot bmbf.de

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat in seinen aktuellen Meldungen über das Projekt EXTREMENESS (Extreme Nordseesturmfluten und mögliche Auswirkungen) berichtet. Dieses Projekt untersucht unter der Leitung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) extreme Szenarien, die wichtig für den Küstenschutz sind.

Damit es zu einer Sturmflut kommt, muss eine Vielzahl meteorologischer und ozeanographischer Faktoren zusammenwirken. EXTREMENESS untersucht das Zusammenspiel dieser Faktoren mit dem Ziel, extreme Sturmflutereignisse ausfindig zu machen, die zum einen extrem unwahrscheinlich, zum anderen aber trotzdem physikalisch plausibel und möglich sind und die mit extremen Schäden oder Auswirkungen verbunden sein könnten.

EXTREMENESS stützt sich dazu auf eine umfangreiche vorhandene Datenbasis bestehend aus Beobachtungsdaten, Modellrechnungen für die Vergangenheit und Klimaszenarien. Aus diesen werden zunächst extreme Ereignisse extrahiert. Anschließend wird mit Hilfe von Modellen untersucht, ob für diese Fälle noch ungünstigere Konstellationen der sturmflutverursachenden Faktoren existieren, die zu noch extremeren Ereignissen hätten führen können. Dabei werden zum Beispiel Effekte des Meeresspiegelanstiegs oder die Tatsache, dass der zeitliche Ablauf eines Sturms unabhängig von der Tidephase ist, berücksichtigt.

Für die extremsten Fälle wird gemeinsam mit regionalen Akteuren, die im Küstenschutz engagiert sind, eine transdisziplinäre Bewertung durchgeführt und in einem Gedankenexperiment mögliche Konsequenzen für den zukünftigen Küstenschutz bei einem unterstelltem Versagen von Schutzanlagen durchgespielt.

==> Forschende simulieren extreme Sturmfluten (Artikel BMBF)

==> EXTREMENESS Website

==> Forschung trifft Praxis (Blogbeitrag zur Katastrophenschutzübung Emden)

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