Ein kleiner Ausschnitt aus dem Benthos
war auf unserem letzten Freitagsfoto zu sehen. Anders ausgedrückt: Ein kleiner Teil der am Meeresboden lebenden Organismen wie z.B. eine gemeine Strandkrabbe, Muscheln, Schnecken, Blasentang. So sieht das Foto unverfälscht aus:

Wie ist nun der Zusammenhang zu der wissenschaftlichen Formulierung “der Einfluss kleinskaliger Bioturbation durch Benthos auf großskalige geomorphologische Entwicklung”?
Diese “Steilvorlage” für unser Freitagsrätsel lieferte unser Kollege Peter Arlinghaus in seinem Bericht über die Teilnahme am AGU Fall Meeting. Und wir baten ihn, das ein wenig allgemein verständlicher zu beschreiben, worum es in seiner Forschungsarbeit geht.
In meiner Forschung und Doktorarbeit geht es um den Einfluss der vielen Lebewesen, die am Meeresgrund leben (Benthos) auf die gesamte Küstenentwicklung. Auf der Suche nach Nahrung, beim Vergraben, oder einfach nur beim Filtern aus der Wassersäule können sie Sediment aufwirbeln oder ablagern (Bioturbation) und verändern lokal (kleinskalig) die Strömungswirkung des Wassers. Es wird vermutet, dass diese Effekte auf lange Sicht die Morphologie (Form, Gestalt) der Küste (großskalig) stark verändern können.



