Küstenforschung

Baumringe und andere Proxydaten

(Foto: Ina Frings / HZG)

Auf unserem letzten Freitagsfoto war ein gefällter Baumstamm mit seinen Jahresringen zu sehen. In diesem Fall eine noch relativ junge Lärche von ca. 45 Jahren. Doch selbst ihre Jahresringe können Aufschluss über verschiedene Entwicklungsphasen in einer Vegetationsperiode geben, wie z.B. Temperatur, Feuchtigkeit/Niederschlag, die chemische Zusammensetzung der Luft und mehr. Dieser Baum ist somit ein sog. Stellvertreter (Proxy) als  kleines natürliches Klimaarchiv. Ebenso gibt es andere natürliche Stellvertreter wie z.B. Tropfsteine, Eisbohrkerne, Korallen, See- oder Ozeansedimente und Pollen. Sie werden zu Klimarekonstruktionen herangezogen, wo es keine Aufzeichnungen zu Wetterdaten gibt – nämlich in der Vergangenheit.

 

Screenshot hzg.de

Klimaforscher, die sich mit erdgeschichtlichen Zeiträumen (Paläoklima) befassen, um so die Klimageschichte zu rekonstruieren, müssen Informationen aus natürlichen Klimaarchiven heranziehen. Lernen aus der Vergangenheit, um Szenarien für künftige Klimaentwicklungen entwerfen zu können. Darüber haben unsere Kollegen aus der Abteilung Küsteneinflüsse und Paläoklima in einem Artikel ausführlich berichtet:

==> Paläoklima – Lernen aus der Vergangenheit

Exit mobile version