
und dabei Daten sammeln und Strömungsphänomene aufspüren. Das ist die Aufgabe eines sog. Drifters, der uns mit unserem letzten Freitagsfoto ins Netz gegangen war. Die Analogie zu einer Flaschenpost kam auch gleich im Kommentar zur Sprache. Schließlich waren Flaschenposten im Dienst der Wissenschaft früher die ersten Versuche, Meeresströmungen zu erkunden.
Ein Drifter allein sagt aber noch nicht viel über die Strömung aus. Für ein umfassendes Bild werden auch andere Messmethoden eingesetzt, wie z.B. Hochfrequenzradar und marines Radar. Wie wichtig das Wissen um Meeresströmungen ist, zeigt sich z.B. bei einer Schiffshavarie, wenn Öl austritt. Wohin wird das Öl verdriftet und welche Maßnahmen sind zu ergreifen, um eine Katastrophe zu vermeiden? Und selbst, wenn es um Fischbestände geht, spielt die Drift eine wichtige Rolle. Nach dem Laichen trägt die Strömung die Fischeier mit sich – vielleicht in Regionen, in denen für sie ungünstige Umweltbedingungen herrschen, wie besonders viele Fressfeinde und/oder ein geringes Nahrungsangebot.
Ausführlich wird die Forschungsarbeit in folgendem Artikel vorgestellt:
==> Where the Water Flows (Measurement with Drifters and Marine Radar)
