Mitarbeiter stellen sich vor: Götz Flöser

Mitarbeiter (Foto: Christian Schmid / HZG)

Welchen fachlichen Hintergrund haben Sie?

Studium der Physik und Biologie in Kaiserslautern und München, Promotion auf dem Gebiet der optischen Laserspektroskopie von DNA-Komplexen bei Heliumtemperaturen.

Zur GKSS (heute HZG, Helmholtz-Zentrum Geesthacht) bin ich gekommen am 15.4.1990. Ich wurde (in der Abteilung von Dr. Claus Weitkamp, atmosphärische Fernerkundung) eingestellt, um das MEDUSA-Projekt (Methane Detection for Undersea Application) physikalisch zu betreuen. Wir haben einen hochauflösenden Methandetektor für das Meerwasser gebaut und in Nord- und Ostsee eingesetzt.

Dauerstelle habe ich 1992 bekommen und danach bei der Koordination von Forschungsprojekten von DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), FZJ (Forschungszentrum Jülich), FZK (heute KIT, Karlsruher Institut für Technologie), GBF (heute HZI, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung) , AWI (Alfred-Wegener-Institut) und GKSS (heute HZG) mitgearbeitet. Ich habe die Gründung der HGF (Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren) 1995 miterlebt.

Seit 1999 mache ich Wattenmeerforschung.

Hans von Storch hat mich bei seinem „Amtsantritt“ gebeten, Sommerschulen zu organisieren, die 1997, 1998, 2001, 2005, 2007 und 2009 stattfanden und aus denen jeweils Springer-Bände hervorgegangen sind. Seit 2002 organisiere ich auch die gemeinsamen Sommerschulen über Küstenforschung mit AWI (Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven) und IOW (Leibniz-Institut für Ostseeforschung, Warnemünde.) Sie fanden 2004, 2008, 2011, 2014, 2015 und 2017 statt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Ich arbeite an der Auswertung von Daten, die aus unseren Messsystemen stammen: Messpfähle, FerryBoxen, Bojen, Satellitendaten, und versuche insbesondere den Austausch von Schwebstoff zwischen Wattenmeer und Deutscher Bucht zu verstehen. Außerdem mache ich öfter Führungen für Besucher durch die Küstenforschung und betreue Studenten und Schülerpraktikanten.

Was war Ihr bisher größter Erfolg?

Der größte wissenschaftliche Erfolg waren die Veröffentlichungen mit Hans Burchard (IO Warnemünde) über eine neue Theorie über den Austausch von Schwebstoff zwischen Wattenmeer und Deutscher Bucht. Wir versuchen, diese Theorie mit unseren Messdaten (HZG) und Modellen (IOW) weiter zu untermauern.

Was ist Ihr persönliches Markenzeichen?

Privates: Ich bin verheiratet, habe vier Kinder und eine Enkeltochter. Ich engagiere mich in einer evangelischen Kirchengemeinde und interessiere mich besonders für den Zusammenhang zwischen Glaube und Naturwissenschaft. Außerdem lerne ich Hebräisch.

Foto: privat

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