Küstenforschung

Auf dem Peildeck

Foto: Ina Frings / HZG

unseres Forschungsschiffs “Ludwig Prandtl” steht die Bank mit den begehrten Sitzplätzen, die wir im letzten Freitagsfoto von unterhalb des Decks fotografiert hatten. Das Peildeck ist das am höchsten gelegene Deck eines Schiffes und war in früheren Zeiten ein wichtiger Arbeitsplatz, wo der Maat Ausschau halten und die Position des Schiffes bestimmen musste. Auf alten Segelschiffen musste der Maat die Takelage erklimmen, um den oben befestigten Ausguck zu erreichen. Deshalb wird es unter Seeleuten auch als “Monkey Island” bezeichnet. Heutzutage übernehmen Radar-, GPS und Funkmasten diese Aufgabe der Positionsbestimmung, doch die Bezeichnung Peildeck bleibt erhalten.

Bei “Open Ship” Veranstaltungen ist hier auch ein Arbeitsplatz eingerichtet: Wir bieten den Besuchern dort ein Vogelquiz an. Sehr oft fällt die Bemerkung: “Ach, Sie haben den schönsten Arbeitsplatz!”. Natürlich bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Ja, dann ist dieser Platz sehr reizvoll. Oder auch bei Überfahrten mit dem Schiff, wenn man bei angenehmen Bedingungen den grandiosen Ausblick genießen kann.

Dieses Vogelquiz weist auch darauf hin, dass hier ein echter Arbeitsplatz ist – bei jeglichen Wetterbedingungen. Unsere Art, die von uns liebevoll genannte “Vogelzählerbank” auf dem Peildeck mit einer “Hommage” zu versehen. Denn die Kollegen vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nutzen ihn gelegentlich. Wieso und warum – das lassen wir sie selbst berichten im nächsten Beitrag 🙂

Exit mobile version