Kohnen-Antarktis-Expedition

Eine Runde zum Abschied

Ein zweihörniger Eisberg.

Heute war der erste (fast) arbeitsfreie Tag nach mehr als vier Wochen. Zum Abschied von Neumayer III haben wir eine Nachmittagstour an die Schelfeiskante und über das Meereis gemacht. Zwischen zwei kleinen Eisbergen eingeklemmt ist das Meereis hier sehr stabil, auch den Sommer über, und hat sich zu mehrjährigem Meereis entwickelt. Das ist über 5 m mächtig, zum Teil noch mehr.

Auch heute war wieder strahlender Sonnenschein, so dass wir unseren letzten Tag an Neumayer in einer traumhaften Umgebung genießen konnten. Pinguine und Robben waren aus der Ferne natürlich auch dabei.

Morgen geht es dann die bekannte Route der Hinreise rückwärts: zuerst nach Novo mit den kleinen DC-3 Flugzeugen. Dort haben wir nur zwei Stunden Aufenthalt, dann gleich weiter mit der Iljushin nach Kapstadt. Die Ankunft in Deutschland wird dann noch einmal ein kleine Umstellung erfordern. Wir Sommergäste an Neumayer werden dafür nur wenige Tage brauchen – wenn überhaupt. Viel anspruchsvoller wird es für die Alt-Üwis, die Überwinterer des Jahres 2013. Sie sind Ende 2012 angekommen und fliegen jetzt, nach 15 Monaten, wieder nach Hause. Da müssen sie sich erstmal wieder an den ganz normalen Alltag – nicht Stationsalltag – gewöhnen: Einkaufen, Kochen, Straßenverkehr.

Damit beende ich auch diese Blogreihe der EKSEIS-Traverse. Ich hoffe, ich konnte ein bischen vermitteln, was auf einer Expedition und speziell auf einer Traverse so los ist, wie das Leben abläuft und mit welchen Problemen man sich konfrontiert sieht. Zusammen mit den Blogbeiträgen von Kohnen gibt es hier ein fast komplettes Bild einer Antarktis-Sommersaison. Eines war bei uns zum Glück nicht dabei: Sturm. Für die Leser eventuell enttäuschend. Für uns aber deutlich weniger Arbeit und viel mehr Daten.
Vielleicht gibt es in ein paar Jahren ja eine Fortsetzung oder in der nächsten Saison gibt es eine andere Kampagne, bei der sich Blogger finden.

Zum Abschied noch einige „richtige“ Antarktis-Bilder als Impressionen, ohne viele Worte.

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