Die letzte Dusche

Die letzte Dusche

Heute Morgen konnten wir zum letzten Mal für die nächsten Wochen die Annehmlichkeiten von Neumayer genießen. Fließend warmes Wasser, eine Dusche und ein reichhaltiges Frühstück. Die nächsten Wochen werden wir uns hier etwas einschränken
müssen. Wie genau werden wir noch zeigen.

Anschließend wurden noch die letzten Dinge aufgeladen und festgezurrt, so auch unser Motorschlitten. Den werden wir zunächst nicht brauchen. Geplant ist es, damit erst später eine dichtes Netz von Magnetik und Gravimetriemessungen zu machen. Aber ein Motorschlitten
ist auch als Reserve hilfreich, falls wider erwarten an den Fahrzeugen etwas kaputt geht und nur an der Neumayer-Station Ersatz vorhanden ist. Dann kann man innerhalb von einem Tag während unserer Traverse nach Neumayer fahren. Tageslicht spielt hier ja keine
Rolle, davon haben wir genug.

Nach all der Packerei die letzte Woche, bei der ein 8-Stundentag bei weitem nicht ausreicht, waren wir über ein bischen Entspannung während der Mehrstündigen Fahrt ganz froh. Aber: wer rastet, der rostet. Deswegen haben wir auch Mittags, nach ca. 40 km Fahrt
und einige Kilometer vor unserem ersten seismischen Messpunkt, damit begonnen unseren 1.5 km langen Streamer abzurollen. Dazu wir er von einer sehr großen hydraulischen Winde abgewickelt. Die Schwierigkeit war dabei, das Kabel am seismischen Vibrator vorbeizuführen.
Diesen wollten wir zum Abspulen nicht abhängen, dann wäre nämlich die ganze Anhängerei zumindestens mit einem Schlitten von vorne losgegangen. Und da das Kabel auch so sein Gewicht hat und sich der Zug gleichzeitig bewegt, sind viele Hände beim Abrollen nötig.

Dann hieß es noch das Nachtlager aufschlagen und kochen – wie oben erwähnt, der Koch musste leider an Neumayer bleiben.

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