A propos Essen

Morgens vor dem Fruehstueck – Impressionen

Essen ist natürlich ganz wichtig. Egal ob auf der Station an Neumayer, an Kohnen oder unterwegs auf einer Traverse wie RECISL oder EKSEIS.
Es wird sehr viel draußen gearbeitet. Wie jeder sicher selbst schon einmal erlebt hat, ist das Laufen im Schnee, dick eingepackt, nicht ganz so einfach wie im Sommer an der Strandpromenade. Wir haben vor allem bei windigem Wetter unsere roten Overalls an, dazu warme Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen. Das ist auch gut so, falls mal die eine oder andere Kiste nicht da abgesetzt wird, wo sie hin soll, sondern doch auf dem Fuß landet. Alles etwas schwerere Klamotten – nicht unbequem, aber auch nicht unanstrengend, mit diesen mehr als acht Stunden am Tag draußen zu arbeiten. Dementsprechend hoch ist auch der Bedarf an Kalorien! (Abgesehen davon haben wir in dieser Hinsicht derzeit einen Vorteil: es ist mit 0°C im Schatten viel zu warm für die Overalls, so dass man auch im Fleece arbeiten kann.)

Essen in den Wohncontainer packen - nebenbei noch den Aufbau der Geomagnetik testen, mit GPS-Antenne im Vordergrund.
Essen in den Wohncontainer packen – nebenbei noch den Aufbau der Geomagnetik testen, mit GPS-Antenne im Vordergrund.

Aber der Hunger muß gestillt werden. Hat man Glück, viel Glück, dann ist auch auf einer Traverse ein Koch dabei. So geht es unseren Kollegen von der Logistik auf der RECISL-Traversen, die demnächst ihr Ziel auf 81° südlich von Kohnen erreichen werden. Uns geht es nicht ganz so gut: wir kochen selber. Wie im gestrigen Kommentar zu lesen ist, wir der Einkauf vom Koch der neuen Üwis getätigt. Für Traversen ist man aber selber verantwortlich, was an Essen dabei ist – sprich: man stellt die Listen selber zusammen. Da sind auch viele Erfahrungswerte dabei. Die wichtigste Aufgabe beim Einpacken: die Liste abhaken. Haben wir auch nichts vergessen? Geht los bei Salz über Brot und Mehl bis hin zu spärlichem Frischproviant wie Kartoffeln, Zwiebeln und Salat. Und die Tiefkühlkost? In der Antarktis doch kein Problem! Sollte man meinen. Leider doch, denn – wie geschrieben – es ist sehr warm. Deshalb ist die Tiefkühlkost erst morgen dran und wird kurz vor Abfahrt aus dem Kühlcontainer geholt.

Nebenbei arbeiten wir noch die endgültige Anordnung der beiden Schlittenzüge aus, wie sie morgen zusammengestellt werden sollen.

Theorie und Praxis - Schlittenzugmikado. Wie wird es am Ende werden?
Theorie und Praxis – Schlittenzugmikado. Wie wird es am Ende werden?

Wo steht welcher Schlitten, um unterwegs möglichst wenig umhängen zu müssen? Das An- und Abkoppeln mit den Frachtschlitten an einen Pistenbully ist ja nicht ganz so einfach wie mit einem kleinen Anhänger für’s Auto. Ob’s Sinn macht? Das sehen wir die nächsten Tage und Wochen.

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