09.01.2014 – Stationserhöhung
Auch heute gehen die Pack-Arbeiten weiter. Die RECISL-Traverse muss vorbereitet
und fertig ausgerüstet werden. Morgen schon wollen sie weiter, denn die Zeit ist
durch die Verspätung bei den Versorgungsschiffen knapp geworden.
Aber auch ein anderes grosses Projekt steht heute an: Die Station muss erhöht
werden! Jedes Jahr fallen hier oben etwa 25 bis 30 Zentimeter Schnee der, anders als in
Deutschland nicht wieder schmilzt. Damit die Station nicht vom Schnee eingehüllt
wird, muss sie regelmässig erhöht werden. Sie steht auf 16 Stützen, die
verlängert werden können. Dann muss das gesamte Stationsgebäude angehoben und
wieder mit den Stützen verschraubt werden. Diese Saison kommt erstmals eine
hydraulische Hebeeinrichtung zum Einsatz. Auf jeder Stütze steht ein
Hydraulikelement und alle müssen gleichzeitig heben, damit die Station keinen
Schaden nimmt. Es funktioniert hervorragend! Im Vergleich zu früheren
Erhöhungen, bei denen handgetriebene Schleusenwinden (mit Kurbel) auf jeder
Stütze verwendet wurden, ist es eine große Arbeitserleichterung.
Fotos: Walter Zörer, Gerit Birnbaum







Leser:innenkommentare (1)
Detlev
Hallo Andreas,
Schüler aus der 3a haben mir eine Frage gestellt, bei der ich Schwierigkeiten hatte diese zu beantworten. Irgendwie habe ich meine eigene Antwort auch nicht selbst verstanden :-)
Die Frage: warum wird die Station vom Schnee eingehüllt und wächst das Eis an der Antarktis, sodass sie Station regelmäßig angehoben werden muss? Wenn doch das Eis an der Schelfkante kalbt und die Pole anscheinend wegen der Klimaerwärmung schmelzen, müsste das Eis der Antarktis doch dünner werden und nicht dicker. Oder sinkt die Station mit der Zeit durch die Eisdynamik auch ein?
Viele Grüße aus Karlsruhe und spannende Forschung!
Detlev, i. A. der Klasse 3a