18.12.2013 – Im Drilltrench

Bohrlochflüssigkeit bei 70m
Bohrlochflüssigkeit bei 70m

Heute wollen Sverrir und Andreas im Drilltrench arbeiten. Der Drilltrench ist der Arbeitsbereich der Tiefbohrung EDML, die 2006 beendet wurde. Es ist ein aus dem Schnee gefräster Graben, damals 6 m breit und 6 m tief und mit einem Holzdach versehen. Inzwischen ist hier so viel Schnee gefallen, das über dem alten Dach ein Zweites erstellt werden musste. Es entstand ein Zwischendeck mit fast 3 m Höhe, hier wird unter anderem der Frostproviant gelagert. Der untere, alte Drilltrench hat sich im Laufe der Jahre durch die Schneelast gesenkt und ist nicht mehr ganz 6 m hoch. Durch die Verformung stehen auch die Tische entlang den Schneewänden nicht mehr gerade.

Sverrir hat in den vergangenen Tagen im Drilltrench die Ordnung wieder hergestellt. Er hat die Tische neu gerichtet, die Winde und den Bohrturm wieder in Betrieb genommen. Alles ist bereit für die ersten Arbeiten am 2782 m tiefen Bohrloch.

Wir wollen heute mit Hilfe der neuen Bohrlochkamera den Stand der Bohrlochflüssigkeit bestimmen. Ohne diese Flüssigkeit würde sich, bedingt durch das Fließen des Eises, das Bohrloch schließen. Wir wollen dabei auf keinen Fall mit der Kamera in die Flüssigkeit eintauchen, da das druckdichte Gehäuse der Kamera noch nicht einsatzbereit ist. Aber wir schaffen es in mehreren Anläufen, Bilder von der Oberfläche der Bohrlochflüssigkeit zu bekommen.

(Fotos: Andreas Frenzel)

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