14.12.2013 – Hallo Halo
Nach nun fast zwanzig Tagen hier im Eis meint man zu behaupten, dass nun jeder Tag sei wie der vorherige. Nichts ändert sich und alles sieht gleich aus. Aber nein, ganz im Gegenteil. Zum Einen tauchen unterschiedliche Wetterbedingungen die Umgebung immer wieder in ein anderes Licht und lassen diese somit täglich wie Neuland erscheinen.
Zum Anderen aber auch lernt man hier auf die kleinen Dinge zu achten und sich an Ebendiesen zu erfreuen. So kann es sich hierbei um kleine Dinge wie spezielle Schneeformationen handeln, aber auch um Naturschauspiele, die so groß sind, dass sie mit einer gewöhnlichen Kamera kaum zu erfassen sind. Die Rede ist hierbei von verschiedensten Halos, Nebensonnen, Zirkumzenitalbögen und Co. Und das Tolle ist, dass diese nicht nur einzeln auftreten, sondern gleich gebündelt auf einmal. Aufgrund der geographischen Höhe der Kohnen-Station und somit auch der Nähe zu den Eiswolken, an welchen diese optischen Effekte durch Brechung und Reflexion auftreten, ist es uns sogar möglich die Halos und Nebensonnen in ihrer vollen Farbpracht zu bestaunen. Wird die Sonne selber abgeschattet und verfügt man über ein 180 Grad Fischaugenobjektiv für seine Kamera, so kann man all diese Effekte in einem Bild festhalten sowie es auch Micha in dem unten stehenden Bild gelungen ist. (ms)
(Foto: Michael Schäfer)





