Als wir heute aufwachten und unsere Schlafcontainer verließen, hatte sich
einiges verändert. Zwar war jeder Container noch an seinem Stellplatz, jeder
Pistenbully und auch die Skidoos, dort wo sie geparkt wurden. Dennoch wirkte
alles fremd. Der Grund hierfür ist der White Out Effekt, der die komplette
Umgebung unwirklich erscheinen lässt. So unwirklich als stehe man mitten in der
Matrix. Mit diesen Worten wurde der White Out Effekt damals noch beim
Umweltschutzseminar in Bremerhaven beschrieben. Zum White Out kommt es, wenn
der komplette Himmel von tiefen Wolken bedeckt ist, die einfallende
Sonnenstrahlung somit immer wieder wie zwischen zwei Spiegeln hin und her
reflektiert wird, bis sämtliche Konturen aus der Schnee- oder Wolkenoberfläche
verschwinden. Das interessante hierbei ist, dass die Sicht keineswegs wie bei
hoher Drift getrübt ist. Nein, vielmehr kann man alles genauestens erkennen,
doch befinden sich von nun an sämtliche Gegenstände oder Personen in einer
konturlosen weißen Umgebung. Der fehlende Schattenwurf verhindert, dass wir
Bodenunebenheiten erkennen und unweigerlich ins Stolpern geraten. Auf jeden Fall
ein beeindruckendes, wenn auch für die Fliegerei extrem gefährliches und mit
einer Kamera kaum einzufangendes Naturschauspiel. (ms)
(Foto: Michael Schäfer)
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