07.12.2013 – Meteorologie

Gerit im Bambuswald am Meteorologiecontainer
Gerit im Bambuswald am Meteorologiecontainer

Nachdem nun weitere Tage des Aufbauens vergangen sind, hat sich auch die Aussicht aus dem Fenster der Messe verändert. Auf den ersten Blick wirkt es so, als wäre dort draußen über Nacht ein Flaggenwald gewachsen. Mehrere Linien von Bambusstangen sind entstanden, an denen Kabel in ca. 1,5 m Höhe entlang geführt werden, da sie sonst am Boden sehr schnell im Schnee begraben würden. Am Ende jeder Linie werden verschiedene meteorologische Messgeräte aufgestellt. Das Team, welches dahinter steht und die entsprechenden Untersuchungen durchführen möchte, besteht in diesem Jahr aus Gerit und Micha. So stellen sie neben einer automatisch messenden Wetterstationen insbesondere Instrumente auf, die die Untersuchung der ankommenden und reflektierten Sonnenstrahlung ermöglichen sollen. Zusätzlich tragen verschiedenste Kameras zur kontinuierlichen Beobachtung der Bewölkung und der Oberflächenstruktur des Schnees bei. Neben stündlichen Wetterbeobachtungen darf bei den täglichen Untersuchungen natürlich auch der allseits bekannte Wetterballon nicht fehlen, der vier Mal am Tag gestartet wird und maximal eine Höhe von 35 km erreicht. In wenigen Tagen wird an der Kohnen Station auch die Polar 6 erwartet, so dass die beiden ihre bodengebundenen Untersuchungen durch flugzeuggetragene Messungen ergänzen können. Um alle Messgeräte zum Laufen zu bringen, werden Gerit und Micha sicher noch einige Tage brauchen, aber dann stehen ihnen gut sieben Wochen Messungen bevor, für die es hier auf dem antarktischen Plateau nur selten eine Gelegenheit
gibt.

Mittags verlässt und dann auch Polar-6. Nach viel Diskussion über das Wetter im Zielgebiet hat sich die Crew entschieden, zur britischen Station Halley zu fliegen. (ms)

(Fotos: Andreas Frenzel, Michael Schäfer)

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