Helmholtz Juniors

N² position statement on the draft bill to amend the Act on Fixed Term Employment Contracts in Academia (WissZeitVG)

send by BMBF on 14.06.2023, German version below

We, N2, the network of networks, the representatives of the doctoral researchers of the three non-university research institutions, the Helmholtz Association, the Max Planck Society and the Leibniz Association, welcome the efforts of the BMBF to create better conditions for researchers and academics with the presented draft for a new version of the German fixed term contract WissZeitVG.

Indispensable for this is the incorporation of the experience of scientific personnel at all career levels. Their diverse backgrounds must also be sufficiently taken into account. Therefore, we present our statement in both German and English, and would welcome this approach from all parties involved in the discourse around WissZeitVG.

The present draft bill already contains some promising changes. We welcome the introduction of minimum terms for initial contracts allowing for longer-term planning at the beginning of each phase. The expansion of the compensation for disadvantages and the consideration of care can create windows of flexibility in these vulnerable areas and benefit diversity in science. All of these steps contribute to a better work environment and safety and would make Germany more attractive for (international) researchers.

However, we feel like a wide range of problems that have been addressed in the evaluation of the WissZeitVG and extensively discussed with several stakeholders, including us, still remain unanswered. In alliance with initially ten organizations and now many more supporters, we have already formulated a statement with clear demands for an amendment of the WissZeitVG[1]. We would like to underline that the following points need to be reconsidered and enter the reformed act:

 

An amendment of the WissZeitVG alone cannot renew the location of science (Wissenschaftsstandort Deutschland). The creation of permanent positions must now be included in the negotiation of funds. Further efforts must also be made to improve working conditions in science. These include the fair remuneration of doctoral researchers who still work in part-time employment and are not compensated for the additional work needed to fulfill the scope of their tasks. In order to be competitive and to not further aggravate the shortage of qualified workers, this must change. The practice of scholarships must also be questioned in order to counteract inequality.

Only through a determined joint effort from all sides can we continue to sustainably develop Germany as an attractive research location in the coming years and attract future generations to science, starting with today’s doctoral researchers.

 

German translation

N2 Stellungnahme “Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Befristungsrechts für die Wissenschaft” (WissZeitVG)
vorgelegt am 14.06.2023 durch das BMBF

Wir, N2, das network of networks, Promovierendenvertreter*innen an den drei außeruniversitären Forschungseinrichtungen, der Helmholtz Gemeinschaft, der Max Planck Gesellschaft und der Leibniz Gemeinschaft, begrüßen die Bemühungen des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), mit dem vorgelegten Referentenentwurf für eine Neufassung des WissZeitVG bessere Bedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu schaffen.

Unerlässlich dafür ist die Einbeziehung des wissenschaftlichen Personals aus allen Karrierestufen und deren Erfahrungen. Insbesondere ihre unterschiedlichen Hintergründe müssen ausreichend berücksichtigt werden. Wir legen daher unsere Stellungnahme sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache vor und würden dieses Vorgehen von allen am Diskurs um das WissZeitVG Beteiligten begrüßen.

Der vorliegende Gesetzesentwurf enthält bereits einige vielversprechende Änderungen. Wir begrüßen die Einführung von Mindestlaufzeiten für Erstverträge, die eine längerfristige Planung zu Beginn der jeweiligen Phase ermöglichen. Die Ausweitung des Nachteilsausgleichs und die Einbeziehung der Pflege können in diesen sensiblen Bereichen Flexibilitätsfenster schaffen und der Vielfalt in der Wissenschaft zugute kommen. All diese Schritte tragen zu einem besseren Arbeitsumfeld und mehr Sicherheit bei und würden Deutschland für (internationale) Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen attraktiver machen.

Wir haben jedoch den Eindruck, dass eine ganze Reihe von Problemen, die in der Evaluation des WissZeitVG angesprochen und in Stakeholder Gesprächen, unter anderem mit uns, ausführlich diskutiert wurden, noch nicht berücksichtigt werden. In einem breiten Bündnis mit zunächst zehn Organisationen und inzwischen vielen weiteren Unterstützern haben wir bereits eine Stellungnahme mit klaren Forderungen für eine Novellierung des WissZeitVG formuliert[3]. Wir möchten betonen, dass folgende Punkte überdacht werden müssen und Eingang in das reformierte Gesetz finden müssen:

Eine Novellierung des WissZeitVG allein kann den Wissenschaftsstandort Deutschland nicht erneuern. Die Schaffung von Dauerstellen muss jetzt bei Verhandlungen der Gelder mit einbezogen werden. Darüber hinaus müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft zu verbessern. Dazu gehört die faire Vergütung von Doktorandinnen und Doktoranden, die nach wie vor in Teilzeit arbeiten und für den Mehraufwand, den sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen, nicht entlohnt werden. Das muss sich ändern, um wettbewerbsfähig zu sein und den Fachkräftemangel nicht weiter zu verschärfen. Auch die Stipendienpraxis muss in Frage gestellt werden, um der Ungleichheit entgegenzuwirken.

Nur durch entschlossene gemeinsame Anstrengungen aller Seiten können wir den Forschungsstandort Deutschland auch in den kommenden Jahren nachhaltig weiterentwickeln und zukünftige Generationen für die Wissenschaft gewinnen, angefangen bei den Doktorandinnen und Doktoranden von heute.

[1] https://blogs.helmholtz.de/hejus/2023/03/fuer-eine-umfassende-reform-des-wissenschaftszeitvertragsgesetzes/

[2]BuWiN 2021: 41.7 years for W2, 43.2 years for W3

[3]  https://blogs.helmholtz.de/hejus/2023/03/fuer-eine-umfassende-reform-des-wissenschaftszeitvertragsgesetzes/

[4] BuWiN 2021: 41.7 Jahre – W2, 43.2 Jahre – W3

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