Happy Birthday A-68!

Der Eisberg A-68 auf einem Radarsatellitenbild vom 10. Juli 2020. Auf der rechten Seite sieht man die südlichen Orkneyinseln. Quelle: ESA

Heute vor genau drei Jahren ist der Eisberg A-68 vom Larsen Schelfeis abgebrochen, nachdem sich in den Monaten zuvor das Kalbungsereignis schon durch stetiges voranschreiten des großen Risses im Schelfeis angedeutet hatte, wie hier berichtet: https://blogs.helmholtz.de/eisblog/2017/01/larsen-c-ein-schritt-weiter-richtung-eisberg/

Karte zur derzeitigen Position des Eisberges A-68. Der Eisberg ist auf einem Satellitenbild der ESA (Sentinel 1A) deutlich zu erkennen.

Was ist mit dem Eisberg seitdem passiert? Zunächst einmal nicht viel, zu seinem ersten Geburtstag im Juli 2018 hatte er sich nur wenige zehner Kilometer von der Schelfeiskante wegbewegt, eingefangen vom dichten Meereis der Weddell-See. In seinem zweiten Lebensjahr ist er dann gemächlich entlang der Antarktischen Halbinsel nach Norden gedriftet, der vorherrschenden Meeresströmung folgend, so wie wir es vermutet hatten.  Erst Anfang dieses Jahres hat er sich so richtig „freigeschommen“: Seitdem driftet er im offenen Wasser nördlich der Spitze der Halbinsel, und ist nun schon nördlich von den South Orkney Islands.

Ein wenig ramponiert sieht er aus, an den Kanten sind kleinere Stückchen abgebrochen, und wahrscheinlich ist er auch schon um einiges dünner geworden auf seiner Reise, da er langsam aber stetig an der Unterseite schmilzt. Trotzdem hat er noch gute Chancen auch seinen vierten Geburtstag zu erleben! Mal sehen wie weit er kommt.

Daniela Jansen & Thomas Rackow

 

Leser:innenkommentare (1)

  1. Reinhard Rupsch

    Es ist schön, etwas über den A-68 zu erfahren.
    Dieses Prachtstück wird doch im Netz recht stiefmütterlich behandelt.
    Das Tollste ist, dass er anhand seiner Form immer noch zu erkennen ist.
    Er bleibt interessant!

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